Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Der Kreuzzug der Grünen

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Kreuze raus aus Bayerns Schulen


Der Kreuzzug der Grünen

Alle religiösen Symbole sollen aus Bayerns Schulen verbannt werden. Nicht nur das Kopftuch, sondern auch das Kreuz. Mit diesem Beschluss, der eine 13 Jahre alte Debatte aufwärmt, sorgten die bayerischen Grünen auf ihrem Parteitag in Augsburg für heftige Diskussionen. Energischer Widerstand ist angebracht.

Mit der neuerlichen Kruzifix-Entscheidung hätten die Grünen ihre klare tolerante Haltung unter Beweis gestellt, hieß es. Aber wie immer ist die Grenze zwischen Toleranz und Beliebigkeit sehr schmal. Es ist eben kein Zeichen von Toleranz, sondern von Beliebigkeit, den sichtbaren Ausdruck unserer christlichen Wurzeln preiszugeben. Verhängnisvoller noch: Es geht den Grünen ja gar nicht um eine Gleichberechtigung, eine Ko-Existenz der Religionen, sondern um deren vollständigen Ausschluss aus den Schulen. Das ist die Verweigerung von Toleranz.

Toleranz und Weltoffenheit erfordern ein starkes Fundament, ein ausgeprägtes Selbst-Bewusstsein. Unser Selbst-Bewusstsein hat Gründe. Sie liegen nicht zuletzt in der christlich geprägten Entwicklung unserer westlichen Gesellschaften. Erst aus dieser Haltung heraus können wir andere Kulturen und Religionen respektieren und mit ihnen friedlich leben. Es ist wichtig, sich an dieses Erbe jeden Tag zu erinnern und es an unsere Kinder weiterzugeben. Deswegen hängen auch heute noch Kreuze in bayerischen Schulen. Gott sei Dank!

André Lorenz

Die Kommentare der Liborius-User:


von David Ho Zehnter

am Montag, 30. Juni 2008

Lieber Simon Sicher hat das Zölibatszwang in der RKK
seine Geschichte und in der Ostkirche auch. Ich kenne
eine Reihe freier verheiratetr Priester, die gern eine Pfarrei leiten könnten, aber das geht ja nicht. Ich und viele meiner Freunde sind wegen Zölibatszwang aus dem Seminar raus. Und wir sollten klar sehen: Viele Priester halten sich mit Lebensgefährtin oder Kindern wohlweislich bedeckt. Wenn unsere Kirche so komische Gesetze hat, dann werden sie halt umgangen. Übrigens: In Bulgarien haben sie volle
Priesterseminare, weil die jungen Männer heiraten können. Hätten Jesus und Paulus so gebenedeit gemarxt wie bei uns, hätte sich das Christentum höchstens als kleine frauenrestitente Elite selbst beweihräuchern können. Herzlich Zölibamus in Pace wünscht bruder david
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von Willy Reiter

am Montag, 30. Juni 2008

Ja, das Kreuz mit dem Kreuz!!!
Ich bin noch vor "Jahrhunderten" in einer Umgebung aufgewachsen, wo das Kreuz in der "guten Stube" (im Herrgottswinkel) nicht als Schmuckstück angebracht war, sondern als ein Zeichen, zu dem man zu jeder Zeit aufschauen konnte. In meiner Küche hängt das Kreuz ebenfalls; das von meinen Großeltern "geerbte", das mich mit Generationen von Christus-Gläubigen verbindet - in aller Schlichtheit und bäuerlichen Frömmigkeit!
In einigen Jahren werden alle Kreuze aus den Schulen entfernt sein und wenn das geschehen ist, wird auch das Pflichtfach Religion aus den staatlichen Schulen (ohne großen Widerstand) hinausfliegen...
Was sind unsere Wurzeln hier im sogen. "christlichen Abendland"? Sie sind morsch und nähren keinen Baum mehr, der reiche Früchte tragen könnte ...
Es ist doch so einfach, wie angreifbar (weil "naiv"): im Gegensatz zu Buddha oder der "Hand der Fatima" etc. hat dieser geschundene Jesus am Kreuz alle Sünden und alle Schuld dieser Welt auf sich genommen und ist für uns a l l e am Kreuz als "Schwerverbrecher" einen schändlichen Tod gestorben (obwohl ohne je eine persönliche Schuld auf sich geladen zu haben). Tag für Tag und Nacht für Nacht sollten wir ihm danken für all das Gute, das er damit für uns erwirkt hat. Darum hat ihm Gott auch einen Namen gegeben, der über alle Namen steht und darum ist er auch das ertastbare Angesicht des lebendigen Gottes, dem alle Ehre und Herrlichkeit gebührt. Den "Grünen" würde ich als Urlaubslektüre die Paulus-Briefe empfehlen!

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von Simon Biallowons

am Dienstag, 17. Juni 2008

Aber das Zölibatsverbot aus dem Mittelalter ist viel schlimmer, denn es entpriestert tausende Pfarreien!

Das Zölibat stammt nicht aus dem Mittelalter... Zumindest nicht die frühe Form. Und bei der alten Form wären die Pfarreien auch bald entpriestert...

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von David Ho Zehnter

am Montag, 16. Juni 2008

Glauben denn die Grünen wirklich, in Bayern Sympathien zu gewinnen, wenn sie sich aufführen wie die Chinesen im Tibet?
Aber das Zölibatsverbot aus dem Mittelalter ist viel
schlimmer, denn es entpriestert tausende Pfarreien!

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von Anna Kugler

am Mittwoch, 11. Juni 2008

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es den Kruzifix-Gegnern gar nicht so sehr um die Entfernung des christlichen Symbols geht, sondern darum, mit diesem Thema sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

Für mich gab es lange Zeit eine "Kreuzlose Wohnung" weil ich zu meinem eigenen Leid nicht noch täglich einen gequälten Jesus an der Wand sehen wollte. Bis zu einem Gespräch mit einer aktiven Christin, die mir erklärte, dass hinter jedem Karfreitag eine leuchtende Sonne inform des Osterfestes aufgeht. Diese Erkenntnis und neue Hoffnung hat meine Einstellung total umgekrempelt und in meiner Wohnung hat das Kreuz wieder einen Ehrenplatz erhalten, wie ich es von Jugend auf als Selbstverständlichkeit erlebte.

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von Johanna Bach

am Dienstag, 10. Juni 2008

Die Katholiken sprechen von Toleranz, weigern sich aber, das Kreuz abzuhängen. Na schön! Dann muss Toleranz anders demonstriert werden. In Zukunft sollte jede Religionsgemeinschaft ihr Symbol im Klassenzimmer aufhängen oder aufstellen dürfen. Ich denke da an einen Platz für den Davidstern und eine Wand für die Hand der Fatima. Und wenn wir schon dabei sind: Die Buddha-Statue passt doch ganz gut nebens Lehrerpult, die Totengöttin Kali bekommt einen Altar beim Tagslichtprojektor und neben der Tür liegt die neueste Ausgabe des Wachturms. Müssen Schüler sich zur Strafe in die Ecke stellen, dürfen sie wählen, wo ihnen der Weihrauch am besten schmeckt.

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von Leopold Pachmann

am Dienstag, 10. Juni 2008

Das Kruzifix aus den Klassenzimmern zu entfernen, ist weder eine Absage an den christlichen Glauben noch an unsere bayerische Kultur.
Der kreationistische Schatten, der immer noch im Biounterricht über den zu Unterweisenden schwebt, zeugt vom gealterten Selbstbewusstsein einer Kirche, die ihre ersten Tage vor einer intoleranten Welt verbergen musste. Christsein trägt man im Herzen und hängt es nicht an die Wand.

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