3. Februar 2009
Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert vom Vatikan eine Klarstellung der Holocaust-Leugnung. „Es geht darum, dass von Seiten des Papstes und des Vatikans sehr eindeutig klargestellt wird, dass es hier keine Leugnung geben kann“, sagt Merkel. Diese Klarstellung sei aus ihrer Sicht aber noch nicht erfolgt. Merkel betont, dass sie eigentlich keine innerkirchlichen Entscheidungen kommentieren wolle; dies sei aber eine Grundsatzfrage.
Vatikan-Pressesprecher Lombardi weist die Kritik umgehend zurück. Die Klarstellung seitens des Papstes zum Holocaust hätte nicht deutlicher sein können.
2. Februar 2009
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, verlangt eine Klarstellung zum katholisch-jüdischen Verhältnis. Die Entscheidung des Papstes, den Holocaust-Leugner Richard Williamson wiederaufzunehmen, stelle alle bisherigen Äußerungen zur katholisch-jüdischen Freundschaft in Frage.
Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bernard Fellay, distanziert sich von den Äußerungen seines Mitbruders Williamsons. „Wir weisen alles zurück, was als Gutheißung dessen aussehen könnte, was unter Hitler geschehen ist“, sagt Fellay.
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