Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Chronologie

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Chronologie


8. Februar 2009

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert mit Papst Benedikt. Beide sind sich einig, dass die Menschen wegen der Shoa gemahnt werden müssen. Sowohl Bundesregierung als auch Vatikan sprechen von einem „guten Gespräch“.
Erzbischof und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, ruft zu mehr Solidarität mit dem Papst auf. Für den Papst seien die aktuellen Vorgänge „so etwas wie ein Alptraum“, sagt Zollitsch. Er verdiene daher die Unterstützung der Gläubigen. Trotzdem gebe es in der Auseinandersetzung mit der Piusbruderschaft Diskussionsbedarf, so der Erzbischof. Das Verhalten Williamsons bezeichnet Zollitsch als „unmöglich und unverantwortlich“.
Währenddessen äußert sich Richard Williamson erstmals seit der Vatikan-Forderung öffentlich. In Bezug auf seine Holocaust-Leugnung sagt Williamson dem „Spiegel“: „Weil ich einsehe, dass es viele ehrliche und kluge Menschen gibt, die anders denken, muss ich nun die historischen Beweise nochmals einsehen. Wenn ich diese Beweise finde, werde ich mich korrigieren. Aber das wird Zeit brauchen.“ Außerdem sagt Williamson: „Ich bin hier nur das Werkzeug, damit gegen die Priesterbruderschaft und den Papst agiert werden kann. Offenbar hat der deutsche Linkskatholizismus es Ratzinger noch nicht verziehen, dass er Papst geworden ist.“

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