21. Januar 2009
Die Bischofskongregation nimmt in einem Dekret die Exkommunikation der vier Piusbrüder zurück. In der Verordnung heißt es unter anderem: „S. H. Benedikt XVI. hat – mit väterlicher Einfühlsamkeit gegenüber dem spirituellen Unbehagen, zum Ausdruck gebracht durch die von der Strafe der Exkommunikation Betroffenen, und vertrauend auf die im zitierten Schreiben zum Ausdruck gebrachten Bemühungen, keine Anstrengung zu unterlassen, die notwendige Vertiefung der Gespräche mit der Autorität des Heiligen Stuhls in den noch offenen Fragen zu erreichen, sodass es in Kürze eine umfassende und zufriedenstellende Lösung des Problems gebe – beschlossen, die durch ihre Bischofsweihen entstandene kirchenrechtliche Situation der Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta zu überdenken.“
Das schwedische Staatsfernsehen strahlt am selben Abend das Williamson-Interview vom November aus.
15. Dezember 2008
Bischof Bernard Fellay, der Generalobere der Piusbruderschaft, wendet sich in einem Brief an den Vatikan mit der Bitte, die Exkommunikation der vier Piusbrüder aufzuheben. Die Piusbruderschaft sei bereit, der katholischen Kirche zu dienen und ihre Lehren zu akzeptieren: „Wir haben den Willen und sind fest entschlossen, katholisch zu bleiben und alle unsere Kräfte in den Dienst der Kirche Unseres Herrn Jesus Christus zu stellen, die die römisch-katholische Kirche ist. Wir nehmen ihre Lehren in kindlicher Gesinnung an. Wir glauben fest an den Primat Petri und an seine besondere Stellung. Und darum leiden wir so sehr unter der gegenwärtigen Situation“, heißt es in dem Schreiben an den Papst.
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