17. Februar 2009
Gotthold Hasenhüttl, Saarbrücker Theologe und Kirchenkritiker, kritisiert den Papst heftig. Unter anderem bezeichnet er es als „absurd“, dass die Leugnung des Holocaust nicht wie die Spendung der Kommunion an evangelische Gläubige mit Suspendierung bestraft wird. Der 75-jährige Hasenhüttl hatte während des Ökumenischen Kirchentags 2003 auch evangelische Gläubige zur Kommunion eingeladen. Daraufhin wurde er vom Priesteramt suspendiert.
Die drei katholischen Theologie-Professoren aus Regensburg, Sabine Demel, Burkard Porzelt und Heinz-Günther Schöttler, müssen damit rechnen, dass ihnen vom Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller die Lehrerlaubnis entzogen wird. Die Professoren haben die Aufhebung der Exkommunikation der vier Piusbrüder kritisiert. Bischof Müller hatte ihnen daraufhin angedroht, weitere Schritte einzuleiten, sollten sich die Theologen nicht innerhalb von zwei Wochen beim Papst entschuldigen und sich von der Petition distanzieren, die die drei Kirchenkritiker unterzeichnet hatten. Darin geht es um die uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils durch die Piusbrüder. Unter anderem wird darin auch Papst Benedikt XVI. kritisiert, er habe die Exkommunikation ohne Vorbedingungen aufgehoben.
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