30. Januar 2009
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, fordert, dass Williamson all seine Funktionen in der Kirche abgeben soll. Die Präsidentin äußert sich erstaunt über die Aufhebung der Exkommunikation Williamsons. „Der Papst ist ein hochgebildeter Mann“, sagt sie. „Er spricht das aus, was in der Kirche gedacht wird.“
Die Piusbruderschaft in Deutschland geht nicht gegen den Holocaust-Leugner Richard Williamson vor. Pater Franz Schmidberger, der deutsche Distriktobere der Piusbruderschaft, sagt, dass dies eine Angelegenheit des Generaloberen in der Schweiz sei. Gleichzeitig verteidigt er seinen Mitbruder Williamson. „Bischof Williamson war schon immer ein wenig exzentrisch. Er liebt es zu provozieren und den Leuten zu predigen. Das liegt in seiner Natur“, sagt Schmidberger.
Richard Willamson entschuldigt sich am Abend in einem Brief bei Papst Benedikt XVI. für die Folgen seines Interviews. Er beendet seinen Brief mit einem Bibelzitat aus dem Buch Jonas: „Jonas sagte: Werft mich ins Meer, dann wird es sich beruhigen. Ich weiß, dass dieser Sturm nur meinetwegen über euch gekommen ist.“
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