Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Lexikon zur Krise Teil1

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Freitag, 18. Mai 2012 Felix, Burkhard
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Wohin will der Papst?

Von Antijudaismus bis Zweites Vatikanisches Konzil

Lexikon zur Krise

Die Entscheidung des Vatikans, vier Piusbischöfe wieder zu rehabilitieren, hat die Kirche ins Chaos gestürzt. Viele Menschen haben dabei völlig den Durchblick verloren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass selten so viel Fachbegriffe und Expertenwissen die Diskussion bestimmten. Hier ein kurzer Überblick über wichtige Begriffe der Krise

Antijudaismus

Antijudaismus bezeichnet die Ablehnung des Judentums und all seiner Anhänger. In der Geschichte des Christentums versuchten sich Vertreter des Antijudaismus häufig mit dem Gottesmörder-Vorwurf zu rechtfertigen. Demnach waren die Juden als Träger des ersten Bundes Gottes auserwähltes Volk, doch sie verrieten ihn und töten sogar seinen Sohn. Deshalb sind die Juden aller Zeitalter, so die antijudaistische Deutung, schuldig am Tod Gottes.

Antisemitismus

Antisemitsmus bezeichnet den Hass auf das Volk der Juden. Im Gegensatz zu dem eher religiös motivierten Antijudaismus ist der Antisemitismus ein Form des Rassismus – allerdings stehen beide Formen in einem engen inneren Zusammenhang. Der Begriff des Antisemitismus geht auf das 19. Jahrhundert zurück als Ausdruck einer bestimmten Ideologie. Der Judenhass zieht sich durch die Menschheitsgeschichte und wurde selbst so „vernünftigen“ Epochen wie der europäische Aufklärung nicht abgelegt. Heute sehen führende Juden immer wieder ein Aufflammen des Antisemitismus und waren vor bewusster wie unbewusster Verharmlosung.

Campo Santo Teutonico

Der Campo Santo Teutonico liegt direkt neben dem Petersdom, angeblich auf dem Gelände des alten Zirkus des Nero, wo 64. n. Chr. Christen als Märtyrer gestorben sein sollen. Heute gehört der Campo der um 1450 gegründeten „Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes“. Das Gebiet umfasst das Priesterkolleg, die Kirche Santa Maria della Pietà, das Institut der Görres-Gesellschaft und natürlich den berühmten Friedhof. Dort liegen allerdings nicht nur Deutsche begraben, wie es der Name vermuten ließe, sondern auch Angehörige aus dem deutschen Kulturraum.


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