Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Zehn Gründe, warum ich gerne katholisch bin

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Samstag, 11. Februar 2012 Anselm
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Wohin will der Papst?


"Der Papst ist für mich der Papst
und nicht der liebe Gott"

Was war das für ein herrliches Gefühl, als Kardinal Ratzinger zu Benedikt XVI. wurde: "Wir sind Papst!", titelte die BILD-Zeitung stolz. Innerhalb weniger Wochen scheint dieses Gefühl nun zerstört. Das Image der Kirche ist schwer beschädigt. Dennoch gibt es unzählige Gründe, warum man trotz  Krise im Vatikan gerne katholisch ist. Die Top 10 des Journalisten und Augustinerpaters Roger Gerhardy OSA:

P. Roger Gerhardy OSA lebt im Augustinerkloster Maria Eich bei München
  1. Durch die katholische Kirche bin ich ans Christentum gekommen. Es gibt mir die Gewissheit, dass ich so unverwechselbar und einmalig, wie ich mich nun einmal vorfinde, von Gott gewollt, geschaffen und geliebt bin, trotz meiner Fehler.

  2. In den Sakramenten der Kirche ist die ganze Bandbreite meines Daseins aufgehoben, von der Geburt bis ins Sterben, von meiner Weltverantwortung bis zu meinem Versagen. Nichts an und in mir ist untauglich und unwürdig für Gott. Toll.

  3. Meine Eltern gaben mir das Leben, lehrten mich laufen und beten. Der Glaube an die Auferstehung von den Toten schenkt mir die Gemeinschaft mit ihnen auch über das Grab hinaus. Darüber freue ich mich.

  4. Ich feiere gerne Liturgie, und zwar das lateinische Hochamt mit gregorianischem Choral ebenso wie eine Gipfel- oder Geländemesse irgendwo am Wege. Diese Bandbreite habe ich nur in meiner Kirche.

  5. In unserer Wallfahrtskirche steht eine moderne Marienstatue. Der kleine Jesus spielt im Schoß seiner Mutter. Da schien bei meinem letzten Sonntagsgottesdienst einem Dreijährigen noch Platz für ihn zu sein, und er enterte Mariens Schoß. Oma fing ihn gerade noch ein. Schade, dachte ich; aber so was gibt’s nur bei uns Katholiken.

  6. Als ich jung war, galt ein uneheliches Kind noch als große Schande für die ledige Mutter. Als unser Pfarrer dann erstmals bei der Taufe so ein Kind freundlich als neues Gemeindemitglied begrüßte, schäumten die Gerechten. Ich begann damals zu ahnen, was mit der Liebe Gottes gemeint sein kann.

  7. Bei der Priesterweihe eines Kandidaten aus unserem Dorf durfte ich als Zehnjähriger im Dom dabei sein. Ich mogelte mich in den Altarraum und kam neben einen Domherrn zu sitzen. Ich musterte den bunt angezogenen Mann, der grinste und ließ mich in sein Buch schauen. Damals verlor ich meine Scheu vor Hierarchen.

  8. Seit 1965 bin ich Mitglied des Augustinerordens. Hier habe ich als Journalist ebenso meinen anerkannten Platz wie der Koch, der Sakristan oder der Universitätsprofessor. In diesem Sozialismus habe ich eine sichere Heimat.

  9. Im Laufe meines Lebens habe ich in der Kirche viele Menschen kennengelernt; nachhaltig suchende, überzeugend glaubende, manche waren leider ein Hindernis für mein Leben und für meinen Glauben. Aber alle zusammen sind sie mir unersetzlich.

  10. Der Papst ist für mich der Papst, und nicht der liebe Gott. Für mein Leben trage ich die Verantwortung und nicht der Träger des Petrusamtes. Ich habe den Glauben nicht durch einen Papst empfangen, von daher kann ich ihn nicht wegwerfen, wenn ein Papst einmal einen Fehler macht. Konkret wünsche ich ihm bessere Berater. Doch trotz des derzeitigen Tohuwabohu ist es aus den zehn genannten Gründen für mich schön, katholisch zu sein.


P. Roger Gerhardy OSA




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Tilda Sch.

am Samstag, 3. Dezember 2011

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von Anticatholic

am Montag, 3. Oktober 2011

Jesus Christus ist für mich erst einmal eine Person wie du und ich. Er ist für mich kein „Übermensch“ oder der Sohn Gottes. Er ist einfach eine Person, die durch ihr extrovertiertes Verhalten auf sich aufmerksam gemacht hat. Meiner Meinung nach bestehen die Wunder, die er vollbracht haben soll hauptsächlich nur aus Lügen, bzw. Zudichtung durch die mündliche Überlieferung. Wunder, wie die Heilung blinder, tauber oder stummer Personen durch Jesus halte ich für sehr unwahrscheinlich, da dies noch nicht einmal mit der heutigen hochentwickelten Medizin oder durch operative Eingriffe nur teils möglich ist.
Nun zur Geburt Jesu und der Beziehung zu Gott. Da Maria, die Mutter Jesu, bei der Geburt Jungfrau gewesen sein soll und ein Kind von einer Person, bzw. einer übernatürlichen Macht, bekommen haben soll, die nicht als fleischgewordene Person auf der Erde weilte, ist diese Vorstellung meiner Ansicht nach unschlüssig. Es gibt zwar jungfräuliche Geburten, diese sind dann aber anders zu erklären als eine Geburt, durch eine nicht auf der Erde existierende übernatürliche Macht. Die übernatürliche Macht, die als Gott bezeichnet wird, aber nicht in Gestalt einer Person auf der Erde verweilt, kann somit nicht für die jungfräuliche Geburt verantwortlich sein kann. Dieser Teil der Geschichte Jesu ist meiner Ansicht nach reine Überinterpretation, da es anatomisch, wie auch physisch nicht möglich ist.
Jesus Christus mag zwar eine Person gewesen sein, die angeblich Taten, welcher Art auch immer vollbracht haben soll, aber nicht in persönlicher Beziehung zu Gott stand. Er hat nachweislich von Gott gepredigt und ihn den Menschen näher gebracht. Durch das Predigen und Näherbringen Gottes, haben sich die Menschen in seinem Umfeld Gott näher gefühlt und haben somit in Jesus den Sohn Gottes gesehen.
Ich stelle es jedem Menschen frei an Gott und seinen Sohn, in der Form, wie es in der Bibel beschrieben wird, zu glauben. Ich glaube nicht an Gott als Person und an seinen fleischgewordenen Sohn, sondern nur an eine übernatürliche Macht, welche den Titel „Gott“ trägt. Es ist historisch Bewiesen, dass eine Person Namens Jesus Christus (Jesus von Nazaret) in dem in der Bibel beschriebenen Zeitraum gelebt haben soll. Laut der Überlieferung, mündliche, wie auch schriftlich, hat diese Person Taten vollbracht, mit denen sie auf sich aufmerksam gemacht hat und welche zur Kreuzigung geführt haben. Die in der Bibel beschriebene Auferstehung Jesu halte ich für irreal, da eine tote Person nicht einfach nach drei Tagen wieder ins Leben zurückkehren kann und einen überdimensionalen Stein, welcher vor dem Grab gestanden haben soll und welcher von innen nicht wegzubewegen war, wegbewegen kann.

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von Decker

am Sonntag, 13. Februar 2011

Man sollte lieber sagen: Es gibt unzählige Gründe, warum ich gern C h r i s t bin. Es geht doch um die eine Kirche Jesu Christi, die sein Erbe in unterschiedlichen Zeugnissen bewahrt. Hauptsache ist doch, sie halten sich an das apostolisch überlieferte Wort.

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von Decker

am Sonntag, 13. Februar 2011

Man sollte lieber sagen: Es gibt unzählige Gründe, warum ich gern C h r i s t bin. Es geht doch um die eine Kirche Jesu Christi, die sein Erbe in unterschiedlichen Zeugnissen bewahrt. Hauptsache ist doch, sie halten sich an das apostolisch überlieferte Wort.

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von Decker

am Sonntag, 13. Februar 2011

Man sollte lieber sagen: Es gibt unzählige Gründe, warum ich gern C h r i s t bin. Es geht doch um die eine Kirche Jesu Christi, die sein Erbe in unterschiedlichen Zeugnissen bewahrt. Hauptsache ist doch, sie halten sich an das apostolisch überlieferte Wort.

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von Yvonne H. (32)

am Samstag, 5. Februar 2011

Die ersten 9 Punkte sind einleuchtend aber mit Punkt 10 bin ich nicht ganz einverstanden. Ich finde den Papst sehr wichtig für die Kirche.Ich respektiere alle Geistlichen und ihre Arbeit,aber den Empfang eines Segens nehme ich trotzdem am liebsten vom Papst entgegen,weil er der direkte Stellvertreter Jesu auf Erden ist und Gott somit auch am nächsten steht.
Ich finde es ganz schlimm wie die Presse ständig auf ihm herumhackt.Jeder Mensch hat das Recht Fehler zu machen,auch der Papst!
Ich möchte an dieser Stelle auch mal erwähnen,dass erst kürzlich im P.M. Fragen & Antworten Magazin gestanden hat,dass der Papst täglich bis zu 10 Stunden arbeitet und sogar nicht mal die Zeit gefunden hat,die E-mail-Anfrage für ein Interview mit dem Papst zu beantworten. Er tut wirklich sein Bestes für die Zukunft der katholischen Kirche ohne dabei jemals Rücksicht auf sein hohes Alter oder seine Gesundheit zu nehmen und dafür verdient er vollsten Respekt!
Und Leuten wie Alan Posener,die meinen den Papst mit Büchern wie "Der gefährliche Papst-Eine Streitschrift gegen Papst Benedikt XVI" angreifen zu müssen habe ich nur folgendes zu sagen:
Ihnen ist hoffentlich klar,dass sie mit solchen Taten riskieren exkommuniziert zu werden! Es ist nicht erlaubt Gewalt gegen den Papst auszuüben.Ein Buch ist zwar kein Faustschlag ins Gesicht doch Worte können genauso viel Schaden zufügen und andere Menschen verletzen wie körperliche Gewalt! Denken Sie bitte mal darüber nach!

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von Kurt Hottinger

am Donnerstag, 17. Juni 2010

Wohl dem, der gerne katholisch. Er hat auch allen Grund dazu. Natürlich haben oft gläubige Eltern das "Pflänzchen" Glaube in dem Kind wachsen lassen und die vielen beglückenden und bereicherten Begegnungen in der Kirche mit überzeugenden Priestern und Mitchristen sind Geschenke, die wir dankbar annehmen können. Gerade darum, weil wir ja selbst nicht immer "perfekt" sind. Darum nicht Schwachstellen bei Mitchristen suchen, sondern an seinen Leistungen mitwachsen und bescheiden bleiben. Das gilt auch für einen Pater! Warum er solche "kleinkarierten Aussagen" in Punkt 10 im Blick auf den Papst anfügen muß, bleibt sein Geheimnis. Es ist Mode geworden abfällige und überhebliche Worte in Richtung Papst abzusenden. Fallen solche überheblichen Worte nicht auf den Absender zurück? Punkt 10 war weder geistvoll noch originell noch für diese Kirche hilfreich. "Wer ohne Sünde ist und keine Fehler macht, werfe enersten Stein!"

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von Blaise Pascal

am Sonntag, 9. Mai 2010

Wohlfühlkatholizismus würde mich aber nicht gerade überzeugen katholik zu bleiben/werden.

Meine Gründe, warum ich immernoch katholisch bin:

1. Die katholische Kirche ist die Kirche Gottes, die von unserem Herrn, Gott-Mensch, Jesus Christus gestiftet wurde.

2. Die katholische Kirche ist der einzige sichere Weg, der den von Gott abgefallenen Menschen ins ewige Leben führt. Der andere Weg, den viele gehen, führt ins Verderben.

3. Die heils- und lebensspendende Kraft der Sakramente, die helfen, den alten Menschen abzulegen und den neuen anzuziehen und den Menschen Gemeinschaft mit Gott schenken.

4. Ein starker Papst, der die Gläubigen sicher führt und leitet. Im Gegensatz zu den Protestanten mit ihren 10000 Kleinpäpsten, wo sich jeder seine eigen Lehre strickt. Nur durch einen Papst kann das Einheitsgebot unseres Herrn gehalten werden.

"Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich." Johannesevangelium, Kapitel 17, 21-23

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von Goepfert Erika

am Mittwoch, 11. Februar 2009

Hallo Pater Roger,
Ihr Artikel spricht mir aus der Seele. Ich weiß, dass Gott mein ganzes Leben begleitet hat (durch die Eltern, den Lebensefährten) und Menschen die mir sehr wichtig sind. Ich habe meinen Platz bei Gott und auch in der kath. Kirche gefunden. Ich bin glücklich diesen Glauben zu haben - und es ändert sich auch nicht, wenn das "Bodenpersonal" mal Fehler macht, denn es sind ja Menschen. Ich muß Gott Rechenschaft über mein Leben geben und kann nur hoffen, daß ER mir gnädig ist.
Erika Göpfert, Würzburg

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