Benedikt XVI. appelliert an Jugend: Online für den Glauben werben
Anlässlich des katholischen Welttags der Medien ging die Seite online, Benedikt XVI., appellierte an die jungen Leute, in der digitalen Welt Glaubenszeugnisse abzulegen, die Liebe und die frohe Botschaft über die neuen Technologien in die Welt hinauszusenden und bekannt zu machen. Darin liegt die große Chance, die viele Kirchen in aller Welt längst ergriffen haben. Sie wissen, dass das Internet der Weg ist, um Jugendliche zu erreichen und für den Glauben zu begeistern.
Ein Musterbeispiel ist das Benediktinerkloster Nütschau, das für seinen bemerkenswerten Online-Auftritt sogar den Internetpreis der evangelischen Kirche "Goldener Webfish" gewann. Das Bistum Limburg wiederum ist auf den Zug des "Twitterns" mit aufgesprungen: Twitter ist eine angesagte Online-Plattform, auf der angemeldete Nutzer Kurzmitteilungen von höchstens 140 Zeichen schicken und abonnieren können.
Österreichs katholische Singles treffen sich im Web
Paul Wuthe, der Leiter des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz hatte kürzlich bekannt gegeben, dass dort im städtischen Bereich bereits fast jede Pfarrei online ist, und auch auf dem Land steigt die Tendenz. Katholische Singles haben in Österreich sogar die Möglichkeit, ihren Partner online zu finden: Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun war maßgeblich an der Entwicklung der katholischen Partnervermittlung "kathtreff.org" beteiligt.
Kirche bedeutet Tradition und ein 2000 Jahre altes Erbe. Kirche darf nicht bedeuten, jedem Trend hinterherzujagen. Aber Kirche wird im Laufe der Geschichte auch immer wieder neu, sie muss neue Wege beschreiten. Paulus zum Beispiel: Wie dankbar wäre er vermutlich gewesen und wie fasziniert von einem Medium, mit dem er Herzen von Menschen in der ganzen Welt erreichen kann.
Antonia Groll (4.6.09)
Paulus im Interview: Lesen Sie hier, was er zu aktuellen Themen wie umstrittenen Managerabfindungen, Kirchenkrise und Schweinegrippe sagen würde!