Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Die Zukunft des Zölibat

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Die Zukunft des Zölibat


"Es wäre eine Erleichterung"

Von Schick bis Zollitsch: Eine Lockerung oder gar Aufhebung des Pflichtzölibats ist selbst für viele Bischöfe kein Tabu mehr

Wenn Bischöfe den Zölibat loben, ist das keine Überraschung. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner zum Beispiel. In einem Hirtenwort zum Priesterjahr, das im Juni zu Ende geht, sagte er, der Zölibat sei ein „Zeichen für das nahe gekommene Reich Gottes“. Und der brasilianische Kardinal Claudio Hummes, Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, nannte erst kürzlich die priesterliche Ehelosigkeit ein „Geschenk des Heiligen Geistes“. 

Es gibt aber auch eine andere, neue Seite: In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich eine ganze Reihe deutscher, österreichischer und Schweizer Bischöfe zu Wort gemeldet und eine Diskussion über den Zölibat nicht nur angeregt, sondern befeuert. Auch wenn es unstrittig ist, dass zwischen den aktuellen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche und dem Zölibat kein unmittelbarer Zusammenhang besteht, kommt Dynamik in die Debatte um die Zukunft der priesterlichen Ehelosigkeit. Während beispielsweise der burgenländische Bischof Paul Iby frei bekennt, dass die Aufhebung des Pflichtzölibats eine „Erleichterung“ für Weltpriester wäre, überraschte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick mit sehr konkreten Vorstellungen über die künftige Lebensform von Priestern. In unserer Bildergalerie bekommen Sie einen Überblick über die jüngsten Äußerungen hoher kirchlicher Würdenträger zum Dauerthema Zölibat.

Erzbischof Ludwig Schick (Foto: Fotofinder)
Erzbischof Ludwig Schick sorgt für Furore. Klicken Sie auf das Bild! (Foto: Fotofinder)



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Die Kommentare der Liborius-User:


von Brigitte Falkner

am Sonntag, 4. Juli 2010

Gute Argumente in Bezug auf das Zölibat
in einer Privatoffenbarung, gegeben in der
;-)) Heilgen Stadt und kostenlos abrufbar
bei dem URL

http://www.uni-siegen.de/~stilling/downloads/zoelibat_nutzen.pdf

Darf man für private Zwecke verwenden!

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von Jette

am Donnerstag, 20. Mai 2010

Nicht erst „in den vergangenen Wochen und Monaten“ meldeten sich einige deutschsprachige Bischöfen wieder einmal über den Zölibat zu Wort. Das ist schon seit Jahren immer wieder der Fall.

Interessant und schwer nachvollziehbar ist allerdings der Gesinnungswandel von Erzbischof Schick. Noch im März 2008 hielt er ein feuriges Plädoyer FÜR den Priesterzölibat. In einer Fastenpredigt in Bamberg zum Thema Priesterweihe sagte er z.B.: „Jesus Christus war ehelos, wer ihm durch die Priesterweihe ‚wesensähnlich’ wird und daraus handeln soll," für den sei der Zölibat angemessen. Der Priester werde als „Stellvertreter Christi“ für das sakramentale Leben, dem „Herzstück“ der Kirche bestellt, sagte Schick. Wenn Priester demgegenüber nur als kirchliche Funktionäre gesehen würden, bräuchte es keinen Zölibat. Für ein „innerweltliches Wellnessprogramm“, zu dem der Priester schöne menschengefällige Gottesdienste beisteuere, den Betrieb in der Pfarrei aufrecht erhalte und bei Festen und Feiern für kirchlichen Glanz sorge, sei die priesterliche Ehelosigkeit nicht nötig. Der Zölibat sei ein wichtiges Zeichen für den priesterlichen Dienst, „ein Hinweisschild auf das neue ewige Leben, das die Kirche vermittelt und auf den Himmel, in dem sich das menschliche Leben vollenden soll“. Was mag wohl Schicks Gesinnungswandel verursacht haben ?

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von Cantate

am Donnerstag, 20. Mai 2010

Ich kenne nicht die Einstellung aller Bischöfe der Weltkirche. Vermutlich sieht es nur so aus, als sei der Zölibat ein typisch deutsch-sprachiges Problem, da in unserem Raum nur diese auf öffentliches Interesse stoßen.
Jedenfalls sprachen sich im Oktober 2005 auf der XI. Ordentliche Generalversammlung der Weltbischofssynode in Rom ca. 4/5 der Bischöfe erneut für den Zölibat der Priester aus.

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von Urban

am Donnerstag, 20. Mai 2010

Erzbischof Schick wirft erstaunlicherweise den Gedanken in die Diskussion, man solle es zumindest den Priestern freistellen, ob sie zölibatär leben wollten oder nicht.Das erinnert mich an eines der Etappenziele der Freimaurerei: die Entpriesterlichung der Kirche zu Gunsten einer Laienkirche und als Übergangsform das Nebeneinander von zölibatären und verheirateten Priestern. In der Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts hatten einige Bistümer Deutschlands genau so viele Pastoralreferenten /Gemeindereferenten wie Priester, da sie Laien förderten und den Priesterberuf in einen Reihe mit jedwedem kirchlichen Beruf stellten. Dies führt zu einer Abwertung des Priesterberufes und des Priesterbildes.

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von Beate

am Mittwoch, 19. Mai 2010

Papst Johannes XXIII. sagte im Jahre 1960 über den Zölibat:
"Vor allem betrübt es Uns, dass ... manche irrtümlich wähnen, die Katholische Kirche habe vor oder halte es für angebracht, das Gesetz des kirchlichen Zölibats abzuschaffen, das Jahrhunderte hindurch der herrliche und strahlende Schmuck des Priestertums war und ist. Das Gesetz des Zölibats und die Sorge um seine treue Beobachtung erinnern immer wieder an die denkwürdigen und berühmten Auseinandersetzungen jener Zeiten, in denen die Kirche Gottes hart zu kämpfen hatte und einen dreifachen Sieg davontrug; denn es ist das Kennzeichen für den Sieg der Kirche Christi, alle Kräfte aufzubieten, um frei, rein und katholisch zu sein."

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von Jutta

am Mittwoch, 19. Mai 2010

Wenn der Zölibat abgeschafft würde, dann käme es selbstverständlich auch bei verheirateten Priestern zu Ehebruch, zur Ehescheidung, vielleicht sogar zu Wiederverheiratungen usw. Ein Dominostein würde den nächsten umstoßen !
Mir wären weniger Priester bzw. Bischöfe lieber, wenn diese dafür papsttreu wären, die Gläubigen stärken und nicht immer wieder durch zweifelhafte Verkündigung ihrer Privatmeinung verunsichern würden.

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von J.P.

am Mittwoch, 19. Mai 2010

Bei der zölibatären Lebensweise handelt es sich ebenso um eine Berufung wie bei der Ehe. Sowohl Priesterweihe als auch Ehe sind deshalb auch Sakramente. Wer sich auf eine der beiden Lebensformen verbindlich einlässt, muss Treue bis zum Tod versprechen. In beiden Lebensformen können die Menschen scheitern. Beide Lebensformen bedürfen der göttlichen Gnade, um bis ans Lebensende gelebt werden zu können.
Wenn ein Priester das tägliche Gebet, die regelmäßige Feier der Hl. Messe vernachlässigt, wenn er selbst nicht regelmäßig zur Beichte geht, dann verliert er immer mehr den Kontakt zu Gott und damit die Motivation und die Gnade für den sicherlich nicht leicht zu lebenden Zölibat.

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von Sam

am Mittwoch, 19. Mai 2010

Wenn ich sehe, wer auf dem Kirchentag den meisten Applaus erhalten hat, dann weiß ich auch, wie gefährdet die kath. Kirche von Innen ist.
Gefeiert wurden die Provokation von Käßmann im Liebfrauendom, Küngs Irrlehren und Vieles, das die heiligsten Grundlagen der kath. Kirche angreift ( (Eucharistie,Zölibat ...).
Ganz zu schweigen von Randerscheinungen wie Hasenhüttls Provokationen und der Demo mit Peniskreuz.
Ich schlage vor, dass diejenigen, die ohnehin mit ihren Aktionen und Äußerungen immer vorne stehn in den Medien auch offiziell das nächste Treffen vorbereiten.
Dann weiß man wenigstens vorher, auf was man sich einläßt.

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von Gudrun

am Dienstag, 18. Mai 2010

Natürlich haben unsere Priester einen anstrengenden Beruf, aber haben das nicht Ärzte, Politiker, Manager etc.auch? Wie wertvoll wäre es, wenn ein Priester nach getaner Tat Menschen um sich hätten, mit denen sie all das Erlebte gemeinsam verarbeiten könnten und die sie immer wieder erden. Es gibt nicht umsonst sehr viele Priester, die mit der Zeit psychische Probleme bekommen. Außerdem machen es andere Konfessionen vor, dass Priesteramt und Ehe sehr wohl zusammen passen, warum soll das bei den Katholiken nicht gehen?

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von Beatrice H.

am Dienstag, 18. Mai 2010

Priester haben schon keine Zeit mehr und eilen von einemTermin zum anderen. Wie wird das ganze wohl aussehen, wenn sie sich noch um Frau und Kinder kümmern müssen??

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