Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Feuerwehr des Papstes in den Abruzzen

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Freitag, 18. Mai 2012 Felix, Burkhard
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glaubenslust – Der Tag

 

Päpstliche Feuerwehr im Erdbebengebiet

Die Feuerwehr des Papstes beteiligt sich an den Rettungsarbeiten im italienischen Erdbebengebiet. Acht Mann der vatikanischen Brandwache seien seit Montag in den Abruzzen im Einsatz, meldete Radio Vatikan am Dienstag. Domenico Giani,
Sicherheitschef des Vatikanstaats, erklärte in dem Sender, er habe noch in der Nacht zum Montag unmittelbar nach den verheerenden Erdstößen mit Kardinal Giovanni Lajolo als Gouverneur über die Lage beraten und anschließend Papst Benedikt XVI. und das vatikanische Staatssekretariat informiert.

Es sei eine Frage der Pflicht, dass angesichts des Notstands auch die vatikanische Feuerwehrmannschaft Hilfe leiste, sagte Giani. Die Lösch- und Rettungstruppe des Papstes zählt 26 Mann, die mit Blick auf den Petersdom teilweise Spezialausbildungen für die Bergung aus hohen Gebäuden absolviert haben. Geleitet wird die Mannschaft von dem Berufsfeuerwehrmann Paolo De Angelis.

Auch der Papst war durch das Erdbeben aus dem Schlaf gerissen worden. Angeblich habe er den Erschütterungen aber zunächst keine besondere Bedeutung beigemessen, so italienische Medien. Am frühen Morgen über die Katastrophe in den Abruzzen informiert, habe Benedikt XVI. für die Opfer gebetet, bevor er ein Beleidstelegramm in die Unglücksregion schicken ließ. In dem Schreiben an den Erzbischof von L'Aquila, Giuseppe Molinari, bekundete der Papst seine Anteilnahme
am Leid der Betroffenen, vor allem der Kinder. Zugleich sprach er Überlebenden und Hilfskräften Mut zu und bat Gott um Trost für die Hinterbliebenen Opfer.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach am Dienstagmittag von 207 Toten. Wie der Fernsehsender RAI unter Berufung auf den staatlichen Zivilschutz meldete, verloren mehr als 17.000 Menschen durch das Beben am frühen Montagmorgen ihre Wohnungen. Kirchliche Hilfsorganisationen kündigten Unterstützung an. Politiker aus aller Welt bekundeten ihre Betroffenheit über das schwerste Beben in Italien seit 30 Jahren.

Unter den Opfern ist auch eine Äbtissin, die in ihrem Kloster verschüttet wurde. Wie die italienische Tageszeitung «Il Giornale» (Dienstag) meldete, stießen Suchmannschaften am Montagmittag auf den Leichnam der 61-jährigen Ordensfrau Gemma Antonucci. Die Vorsteherin eines Klarissen-Konvents in Paganica bei L'Aquila war im ersten Obergeschoss unter Trümmern begraben worden, als durch die Erdstöße das Dach einbrach.

Caritas International bat um Spenden für die Opfer. Wie der katholische Wohlfahrtsverband in Freiburg mitteilte, stimmt die lokale Caritas ihre Einsätze eng mit der staatlichen Zivilschutzbehörde ab. Aus dem Erdbebengebiet berichteten Helfer des katholischen Wohlfahrtsverbandes, dass viele Menschen in
Schlafanzüge und Decken gehüllt zwischen den Trümmern umherirrten. Vor allem Ältere und Familien seien dringend auf schnelle Hilfe angewiesen.

(KNA)




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