Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Die frohe Botschaft

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Freitag, 18. Mai 2012 Felix, Burkhard
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Die frohe Botschaft

 

Die frohe Botschaft

Foto: Hermann Huber

Die deutsche Botschaft in Prag im September 1989. Auf dem Gelände sieht es aus wie in einem Flüchtlingslager. Es herrschen unerträgliche Zustände. 4000 Menschen harren in Zelten und knöcheltiefem Schlamm aus – in der Hoffnung auf Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Seit Wochen suchen DDR-Bürger Zuflucht im Palais Lobkowitz, dem Sitz der deutschen Vertretung.

Am 30. September dann die elektrisierende Nachricht. Um 18.58 Uhr verkündet Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon die Ausreiseerlaubnis. Seine Worte gehen unter im Jubel der Botschaftsflüchtlinge.

Heute, 20 Jahre später am Jahrestag, werden die Beteiligten wieder ins Rampenlicht rücken. Der damalige Botschafter Hermann Huber, Genscher, Gorbatschow, Kohl und all die DDR-Bürger, die im Herbst 1989 mutig auf die Straße gingen. Sie waren es, die die friedliche Revolution einläuteten, die mit den Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche ihren Anfang nahm. Im gemeinsamen Gebet siegte der Glaube über die Angst. In der Kirche fanden Christen und Nichtchristen die Gemeinschaft und Geborgenheit, die ihre Zivilcourage erst ermöglichten. Im Gebet nahmen sie teil am Gottvertrauen Jesus. Was im Herbst 89 in der ehemaligen DDR geschah, ist eines der beeindruckendsten Zeugnisse für die Kraft des Gebets.

Rosina Wälischmiller

 




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