Mensch, Osnabrück!
Ich bin ein bisschen melancholisch. Morgen Mittag ist der 97. Deutsche Katholikentag in Osnabrück zu Ende. Einige der weißen Pagodenzelte, die in den vergangenen vier Tagen geistliche Gemeinschaften, christliche Verbände und kirchliche Institutionen beherbergt haben, sind bereits jetzt schon leer geräumt. Eben bin ich durch eine Gasse gelaufen, in der heute Morgen fast kein Durchkommen war. Am späten Abend herrscht dort nun gespenstische Stille.
Eine Stille, die mich nachdenklich stimmt. Der Katholikentag in Osnabrück wird mir gut in Erinnerung bleiben. Das steht fest. Selten habe ich so viele fröhliche und offene Menschen auf einmal getroffen. Selten so viele gute Gespräche geführt. Selten so viele anregende Impulse bekommen. Die Kirche hat sich hier alles andere als staubig präsentiert. Hier in Osnabrück wirkte sie jung, modern und sehr lebendig.
Es hat in den vergangenen Tagen aber auch immer wieder Momente gegeben, in denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Momente, die mich traurig, ja sogar richtig wütend gemacht haben. Wenn ich wieder einmal das große weiße Schild mit der Aufschrift „Halle überfüllt“ entdeckte. Wie zum Beispiel heute Mittag vor der Kirche St. Katharinen: Wieder mussten einige Dutzend Kinder, Frauen und Männer draußen bleiben, weil kein Sitzplatz im Inneren mehr frei war. Wohl bemerkt: SITZplatz. Zum Stehen hätten die Wartenden noch genug Raum gehabt. Wenn Menschen auf so unnötige Weise ausgeschlossen werden, frage ich mich, was das mit einer offenen Kirche zu tun hat. Nichts.
Doch egal wie gedrückt die Stimmung auch war, oft ließ schon die nächste Begegnung allen Ärger vergessen. Begegnungen mit Menschen, ohne die der Katholikentag nicht das gewesen wäre, was er war: ein großes Freudenfest. Einige dieser Menschen möchte ich Ihnen heute in meiner Bilderstrecke vorstellen.
Beates beste Bilder:
Laufen lassen: Die katholische Jugend vom Haseufer
Mitten in der Menge: Trommeln, tanzen, Tee trinken
Die erste Messe: Eindrücke vom Fronleichnamsgottesdienst
Promis im Visier: Bilder aus der ersten Reihe der Eröffnungsfeier