Kochen, Kuscheln, Kabarett
Das Programmheft des 97. Deutschen Katholikentags ist ungefähr so dick wie die Taschenbuchausgabe eines Donna-Leon-Krimis. Es ist aber nicht nur so dick, sondern auch so spannend! Rund 1200 Veranstaltungen und Gottesdienste sind darin aufgelistet. Unmöglich, alle zu besuchen. Deshalb sage ich Ihnen, welche Diskussionen, Workshops und Konzerte Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Die Top 3 für den heutigen Samstag:
1. Interreligiös kochen (10.30 bis 12 Uhr | 14 bis 15.30 Uhr)
Jede Religion isst anders. Ich weiß zum Beispiel, dass Gläubige des Islams kein Schweinefleisch essen. Ich weiß aber nicht, auf was Hinduisten verzichten. Oder etwa Buddhisten. Deswegen gehe ich heute in die Sporthalle der Domschule (Herrenteichswall 2). Da darf ich nämlich Speisen des Islam, Hinduismus und Buddhismus kosten. Sie übrigens auch, wenn Sie wollen.
2. Was saget au d’Leut (14 bis 15.30 Uhr)
Ohne geht nicht: Der Tratsch nach dem Gottesdienst gehört für viele zum Sonntag wie das Amen in der Kirche. Wer nach der Messe direkt heimgeht, verpasst das Neueste aus der Gemeinde. Verpassen sollten Sie aber auch nicht, wenn die Maulflaschen im Café Spitzboden im Kulturzentrum Lagerhalle (Rolandsmauer 26) ihr Kabarettprogramm vom Kirchen- und Kehrwochenvolk aufführen: Das ist mindestens genauso amüsant wie der sonntägliche Tratsch.
3. Zeit für Verliebte (20 bis 21 Uhr)
Mal ehrlich: Wann haben Sie sich zuletzt bewusst Zeit für Ihren Partner genommen? Schon etwas länger her? Dann nehmen Sie ihn heute Abend bei der Hand! In der Kleinen Kirche bei der Großen Domsfreiheit gibt es eine spezielle Meditation für Verliebte.
Beate Spindler