Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Mahnmal Mannichl

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Freitag, 18. Mai 2012 Felix, Burkhard
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glaubenslust – Der Tag


Mahnmal Mannichl

Nazis verletzen, quälen oder töten. Sie machen dabei kaum Unterschiede und denken noch weniger nach. Um Opfer zu werden, reicht es, anderer Meinung zu sein. Alois Mannichl war anderer Meinung. Dafür wurde Passaus Polizeichef vor wenigen Tagen bestraft: Mit dem eigenen Küchenmesser, das ihm ein Unbekannter in den Bauch rammte. Alois Mannichl hat damit das erlebt, was Johannes Paul II. über die Nationalsozialisten sagte: „Das furchtbare totalitäre System gestattete mit einer Großzügigkeit sondergleichen den Tod für die, die sich dem System nicht unterwarfen.“

Heute ist das System in Deutschland nicht mehr totalitär. Dennoch gelingt es verwirrten Fanatikern und verblendeten Faschisten, Unschuldige zu demütigen oder zu drangsalieren. Immer wieder zeigt sich die wahnhafte Fratze des Faschismus. Es ist eine Fratze, die sich im Alltag gut anpassen kann. Die sich oft gar nicht unterscheidet, sondern ein Jedermann-Gesicht zur Schau trägt. Eine Fratze, die alle in trügerischer Sicherheit wiegt. Bis sie einfach zusticht.

"Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen"

Der Überfall auf Polizeichef Mannichl zeigt, wie wenig der Mensch an sich im Gedankensystem der Nazis zählt. Er erinnert aber zugleich auch an das, was der Soziologe Karl Loewenstein, der während der Nazi-Herrschaft ins Exil flüchtete, eine „streitbare Demokratie“ nannte. Also eine Demokratie, die sich gegen ihre Feinde wehren kann und vor allem auch muss. Die sich nicht verstecken darf, sondern offen und selbstbewusst ihren Herausforderern entgegentreten soll. Hier geht es nicht darum, auch die andere Wange hinzuhalten. Sondern um das, was der Märtyrer Dietrich Bonhoeffer gefordert hat: „Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen.“
Die Tragödie in Passau macht uns deutlich: Wir können uns vor dem Nazi-Wahn nicht verstecken. Allein Ideale unserer Gesellschaft machen uns zu Feinden aller Faschisten. Ob wir wollen oder nicht. Das Bekenntnis zu Freiheit kann nicht mit der Akzeptanz braunen Gedankengutes einhergehen.

Freiheit ist ein Gut, das uns Gott geschenkt hat. Das Geschenk Gottes darf von niemanden eingeschränkt oder zerstört werden. Deshalb fordert der christliche Glaube selbst zum Widerstand gegen alles auf, was diese Freiheit bedroht.
Dieser Widerstand kann natürlich im Gebet geschehen. Doch das Gebet ersetzt nicht die Tat. Die Tat muss auf allen Ebenen erfolgen. Am Stammtisch, im Sportverein, bei Demonstrationen und in der Politik. Das kann das Vorgehen gegen rechte Versammlungen in Gasthäusern sein. Oder harte Strafen für Faschismus verherrlichende und antisemitische Fankurven. Und nicht zuletzt das Verbot dezidiert nationalsozialistischer Parteien. Hauptsache, der Widerstand tritt entschlossen und geschlossen auf.

Verweigert man dagegen die Tat, ist das ein Spott auf Menschen wie Mannichl. Auf Menschen, die ihre Gesundheit oder gar ihr Leben für das gegeben haben, was die Nazis verachten: Freiheit, Toleranz und die unbedingte Achtung der Menschenwürde. Oder um es noch einmal mit Dietrich Bonhoeffer zu sagen: „Christen rufen nicht erst die Erfahrungen am eigenen Leibe, sondern die Erfahrungen am Leibe der Brüder (...) zur Tat und zum Mitleiden.“
Alois Mannichl hat gelitten. Lassen wir es nicht umsonst sein.

Simon Biallowons




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Die Kommentare der Liborius-User:


von Margit Stock

am Samstag, 14. Februar 2009

Tja, nun ist die Sachlage bzgl. Herrn Mannichl ja eindeutig.

@david-ho-hehnter!
Ihre Kommentare sind extrem weltfremd und naiv! Wirkliche Argumente habe ich bein Ihnen noch nicht gelesen - obgleich Sie doch so ein sachlicher Typ sind - nicht wahr! ;-) Sie sollten wirklich noch einmal die Schule besuchen und die Heilanstalt verlassen!

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von david-ho zehnter@gmx.de

am Montag, 29. Dezember 2008

V-t wohl ein Kürzel für "V olksfron t"???
Ihre Feigheit, nicht mal den Namen zu nennen, ist auch ein Zeichen und das tut was zur Sache Ihrer Sache.
Ihre "Sachargumente" kann man hier wohl als Beitrag stehen lassen, dafür plädiere ich für Sie. Es ist ein brauchbares Beispiel altbekannter Brauntöne.
Dass dies Land keine Gänseblümchenwiese ist, ist mir auch klar, aber auch kein Aufmarsch-Pflaster für jene Gleichschritt-Schreihälse, die die Mehrheit Deutschlands entschieden satt hat. Diese Burschen haben keine Ahnung von den nationalistischen Zwangsveranstaltungen und Depressalien der Herrenmenschen, die unsere Väter im Krieg verheizt haben.
Die Gewalt zwischen Israel und der Hamas lehne ich genau so ab, wie die Bomben des Rambo Bush auf Bagdad und die Morde des Herrn Sadam. Mit Gewalt, ob Messerstecherei oder Minen werden keine Probleme gelöst.
Wir hatten ja auch einen "Großen", der Deutschland im Reigen "Großer" groß gemacht hat, zum großen Trümmerhaufen, den ich als Kind erleben mußte. Krieg ist und bleibt ein Verbrechen an den Frauen, Kindern und Männern, gleich von welcher Seite.
Zur Zensur: Die war ja wohl im "Tausendjährigen Reich" wohl am perfektesten entwickelt. Keine braune
Propaganda würde meine Kritik abdrucken.
Frieden, Freiheit und Wohlergehen für jedes Volk, für jeden Menschen.
Im übrigen empfehle ich Ihnen einen humanen Einsatz im Gazastreifen. Dort können Sie für den Schalom-Salam (Versöhnung) zwischen Juden und Arabern arbeiten. Das ist wahres Heldentum.
Servus, mein Freund Ihr Bruder David*Ho

David*Ho Zehnter -

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von Vt-17

am Montag, 29. Dezember 2008

Mein Name tut doch gar nix zur Sache, Herr Religionspädagoge. Kommen Sie mit Sachargumenten.

Wetten, daß mein kritischer Kommentar ohnehin hier sehr bald zensiert/gelöscht wird, damit alles wieder "schön" politisch korrekt erscheint?!

Der Autor des Eingangsartikels könnte sich aber mit seinem "Mahnmal Mannichl" trotzdem blamiert haben.

"Schalom", auf den aktuellen völkerverbindenden Beitrag Israels in Gaza!

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von david-ho zehnter@gmx.de

am Sonntag, 28. Dezember 2008

Wer ist Vt-19 ? Ist die Dame oder der Herr so ohne
rechten Mut, ihren/seinen Namen zu nennen?
Heckenschützen und anonyme Messerstecher sind meist aus dem Teig der Feigheit gebacken.
Wir müssen nicht "Bild" lesen, um die Absichten und Ziele "nationalistischer" Rechthaber zu erkennen.
Es gehört zum Anstand ehrlicher deutscher Menschen seinen guten Namen unter seinen Kommentar zu setzen, anstat sich hinter einer Nummer wie Vt-19
zu verstecken.

Völkerverbindend grüßt mit Grüß Gott und Schalom (Frieden)
David*Ho Zehnter, Religionspädagoge


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von Vt-19

am Sonntag, 28. Dezember 2008

Pfefferkuchenman Mannichl
Es zeichnet sich jetzt immer deutlicher ab, daß der Mannichl (ähnlich wie die "Heldin" von Mittweida) einfach ein elender Lügner ist. Sei es um eine andere Tat zu vertuschen, oder aus krankhafter Geltungssucht.

Die Sache kam mir jedenfalls schon äußerst dubios vor, als ich auf der ersten Seite der Bildzeitung letzthin ein Phantombild des angeblichen Täters sah, eines Skinheads, der ohne Tatwaffe erscheint, zum zufällig daliegenden Lebkuchenmesser greift und sonst wirklich alle dumpfen Klischees erfüllt! Lächerlich!

Wem nützt es? Die Pogromstimung gegen "Rechts" wurde pünktlich zum Superwahljahr 2009 verschärft. Neues Verbotsgeschrei gegen die NPD - kein Wunder, denn die hatte es jetzt unter dem Eidnruck der Wirtschaftskrise noch nie so leicht zu argumentieren, da kommt sowas dem BRD-System schon recht. Ein aktives nationalistisches Ehepaar wurde -unter allen rechtsstaatlichen Grundsätzen Hohn sprechenden Umständen- verhaftet, weitere "Rechte" erheblich drangsaliert.

Dabei hätte alles so "schön" sein können. Mit Lichterketten, Betroffenheitsritualen, eine Gala mit einem Preis für Zivilcourage...


Politisch aufmerksamen Beobachtern werden aber die Parallelen auffallen, etwa 1994 in Halle oder 2002 in Guben, 2007 in Mittweida, alles vorgetäuschte Straftaten von "Rechts".

Vergessen wir auch nicht Sebnitz, wo "Bild" im November 2000 "aufdeckte", daß ein 6-jähriger Mischling von "Nazis" ertränkt worden sei. Oder als im Sommer 2000 ein höchst dubioser Sprengstoffanschlag (der niemals aufgeklärt wurde) den "Aufstand der Anständigen" und das NPD-Verbotsverfahren auslöste... Die Liste der Lügenblasen ist lang. Jetzt platzt mit dem Pfefferkuchenmann Mannichl wieder eine.


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von david-ho zehnter@gmx.de

am Donnerstag, 18. Dezember 2008

Ich hoffe nur, dass viele unserer Prediger und engagierten Christen mutig wie Simon Biallowons
den Protest für unser Land wagen.
Die Entnazifizierung ist noch nicht abgeschlossen und
jeder humane und christliche Mensch wird aufklären, dass der faschistische Wahn sich immer noch als eine Gefahr darstellt. Die Tat von Passau ist ein Beweis.
David*Ho Zehnter

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