Papst Benedikt XVI. will "so bald wie möglich" das Erdbebengebiet in den Abruzzen besuchen. Das kündigte der bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch
auf dem Petersplatz an. Erneut bekräftigte Benedikt XVI. seine Verbundenheit mit den Opfern der Katastrophe. "Ihr sollt wissen, dass der Papst für alle betet", sagte er.
Benedikt XVI. beklagte die "zahlreichen Todesopfer, vielen Verletzten und ungeheuren Sachschäden" des Unglücks in der Regionalhauptstadt L'Aquila und den umliegenden Orten. Zugleich betonte er die Notwendigkeit der Solidarität, "um so schmerzliche Prüfungen gemeinsam zu überwinden". Er teile mit den Betroffenen ihr
Leid und ihre Sorge. Für die Verstorbenen erbat der Papst Gottes Barmherzigkeit und Trost für die Angehörigen und Überlebenden.
Auch Papst Johannes Paul II. hatte nach dem verheerenden Erdbeben in Umbrien 1997 die Katastrophenregion besucht. Er reiste am 3. Januar 1998 mit dem Helikopter in die stark zerstörten Gebirgsorte Annifo und Cesi, um mit Betroffenen zu sprechen. Am gleichen Tag flog er nach Assisi, wo er die stark beschädigte Franziskus-Basilika besuchte und am Grab des Heiligen betete. In der Kirche waren bei einem Nachbeben zwei Ordensleute und zwei Techniker ums Leben gekommen. Insgesamt starben bei der Katastrophe vom 26. September 1997 elf Menschen, 32.000 wurden obdachlos.
(KNA, 8.4.09)
Link: Päpstliche Feuerwehr hilf im Erdbebengebiet mit