Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Promis "Pro Reli"

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
Augenblicke|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Drucken | Versenden | Mail an die Redaktion

glaubenslust – Der Tag

 

Promis pro Reli

Seit Monaten wird heiß diskutiert: Die Frage "Religion als Wahlpflichtfach – ja oder nein?" erhitzt die Gemüter. Die Linkspolitikerin Petra Pau hatte Katholiken vor einigen Wochen sogar einen "Kreuzzug" vorgeworfen. Die Bürgerinitiative "Pro Reli" wiederum leitete rechtliche Schritte gegen den Berliner Senat ein, weil dieser angeblich über geschaltete Anzeigen Steuergelder unnötig verschwende.

Der Streit gewann also in jüngster Zeit immer mehr an Schärfe. Worum geht es eigentlich?

Am Sonntag, 26. April, gibt es in Berlin einen Volksentscheid darüber, ob der Religionsunterricht vom freiwilligen Zusatzangebot zur gleichberechtigten Alternative des Ethik-Pflichtfachs werden soll. Damit das Schulgesetz in diesem Sinne geändert wird, müssen beim Volksentscheid am Sonntag mindestens 612.000 Berliner dafür stimmen. Eine knappe Mehrheit der Berliner wird das nach einer Infratest Dimap-Umfrage auch tun. Schüler dürften dann künftig zwischen Ethik und Religionsunterricht wählen. Bisher ist in Berlin nur Ethik als Pflichtfach für alle Schüler verbindlich – der Senat vertritt diese Linie auch weiterhin.

Wer ist für Religion als Wahlpflichtfach?

Für Religion als Wahlpflichtfach setzt sich vor allem der Verein "Pro Reli" ein, der 2007 wenige Monate nach der Einführung des Pflichtfachs Ethik an den Berliner Schulen gegründet wurde. Der Initiator, der Berliner Rechtsanwalt Christoph Lehmann, erhielt schnell die Rückendeckung der Kirchen, der Jüdischen Gemeinde sowie einiger muslimischer Verbände. Politisch erhält er von der CDU und FDP, aber auch von Bundespolitikern der SPD und Teilen der Grünen Unterstützung. Auch viele Prominente stellten sich inzwischen hinter "Pro Reli".

TV-Moderator Günther Jauch

Foto: Pro Reli

Martin Lindner (FDP)

Foto: FDP

Andrea Fischer

Bundesministerin a.D., Bündnis90/Die Grünen (Foto: privat)

Hanna-Renate Laurien

Bürgermeisterin a.D., CDU (Foto: DJK)

Eberhard Diepgen

Regierender Bürgermeister a.D., CDU (Foto: Amin Akthar)

Moderatorin Tita von Hardenberg

Foto: Pro Reli

Frank Henkel

MdA (Foto: CDU)

Schauspielerin Mariella Ahrens

Foto: Pro Reli

Lothar de Maiziere

Ministerpräsident der DDR a.D., CDU (Foto: Wikipedia)

Entertainer Eckart von Hirschhausen

Foto: Frank Eidel

Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich

Foto: Pro Reli

Argumente dafür

Das entscheidende Argument ist: Eltern bzw. Schüler sollten wählen können. Außerdem sei der Versuch gescheitert, "unter einem Ethikunterricht alles zusammenzupacken und die große Toleranzmaschine anzuwerfen", meint etwa der Generalsekretär des Zentralrates der Juden, Stephan Kramer. Man kann anderen Kulturen und Weltanschauungen - auch die, die eine Religion völlig ablehnt - nur mit Respekt begegnen, wenn man selbst eine eigene Identität hat", sagte Kramer.

Argumente dagegen

Das Fach Ethik sei gerade in einer multikulturellen Stadt wie Berlin eine wichtige Plattform, finden Vertreter von "Pro Ethik". Zu ihnen zählen auch Katholiken wie die SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan: "Ich bin dagegen, dass man Ethik in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft einfach abwählen kann". Es sei sehr wichtig, "dass Menschen ethische Fragen zusammen besprechen, die aus unterschiedlichen Wurzeln kommen", sagte Schwan.

Katholische Augenklicke

Die Galerie der Bildergalerien: Klicken Sie sich hier durch die Welt des Glaubens!

Promis für Köhler und Schwan

Wer unterstützt wen bei der Wahl des Bundespräsidenten


Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt