Santo Subito
In einer Messe im Petersdom hat Papst Benedikt XVI. seinen vor vier Jahren verstorbenen Vorgänger Johannes Paul II. gewürdigt - u.a. als unerschütterlichen Verteidiger Christi, der keine Kompromisse bei der Verkündigung der Wahrheit geduldet habe. Die Verehrung für Johannes Paul II. ist nicht nur bei polnischen Pilgern ungebrochen. Der Menschenstrom zu seinem Erdgrab in den Grotten von Sankt Peter reißt nicht ab. Für viele seiner Anhänger ist er bereits jetzt ein Heiliger. Schon bei der Totenmesse forderten Sprechchöre und Transparente "Santo subito" (heilig sofort). Auf einer breiten Woge der Sympathie setzte Benedikt XVI. für den "geliebten Vorgänger" sämtliche Wartefristen außer Kraft und ordnete die sofortige Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens an. Schon im nächsten Jahr könnte dieses abgeschlossen sein - und das wäre ein absoluter Rekord.