Nein, das ist nicht Afrika. Das ist Düsseldorf in der Hitzewelle. Temperaturen von über 30 Grad ließen in den letzten Wochen die Luft über Deutschland flimmern. In den Freibädern lagen die Menschen wie Ölsardinen. Selbst im Halbdunkel der sonst als kühl bekannten Kirchen herrschten T-Shirt-warme 23 bis 25 Grad. Und wir Deutschen konnten beim Small Talk das tun, was wir am liebsten tun: über das Wetter schimpfen. Eigentlich kann es uns Petrus nie recht machen: Wenn es im Juli regnet, fragen wir verzweifelt: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“, und wenn es heiß ist, haben wir kollektiv Angst vor der Klimaerwärmung – zu der wir selber fleißig beitragen. Im Grunde ist es mit dem Klimawandel wie mit der Vertreibung aus dem Paradies: Wir Menschen sind selber daran schuld. Es ist, als würde Gott jetzt direkt zu uns sprechen: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“ (1 Mo 3,19)
Claudia Dorner