Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Polen sucht den Neuanfang

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Polen sucht den Neuanfang

 

Christus der Nationen

Polen ist ein Land des Leidens: Als am 10. April das Flugzeug mit Staatspräsident Lech Kaczynski und einem Großteil der polnischen Führungselite an Bord abstürzte, war genau das in vielen Medien zu lesen und zu hören. Tatsächlich ist Polen gerade in seiner jüngsten Geschichte schwer von Leid geprüft worden: erst von den Nationalsozialisten besetzt, dann unter kommunistischer Herrschaft. Viele Polen sehen ihr Land als „Christus unter den Nationen“. Auch deshalb war der Schock so groß nach dem Flugzeugabsturz. Weil er wie ein weiteres Glied in einer Kette von Unglück wirkte. Und weil er ausgerechnet auf der Reise nach Katyn geschah, dem Ort, an dem vor 70 Jahren ein Großteil der polnischen Offiziere von sowjetischen Truppen erschossen wurde. Auf einer Reise, die ein Schritt dahin sein sollte, alte Wunden zu verschließen. Polen hat einmal mehr gelitten und getrauert. Einmal mehr sucht der „Christus unter den Nationen“ nach einer Zukunft. Denn Christus steht nicht nur für Leiden – Christus ist auch ein Sinnbild für Auferstehung und neues Leben.

Von Claudia Dorner


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