Das sind Ereignisse, die man längst vergangen glaubte: Der Mord an zwei britischen Soldaten und einem Polizisten, zu dem sich IRA-Splittergruppen bekannten, holt in Nordirland das Schreckgespenst des Terrors wieder hervor. 30 Jahre lang bekämpften sich die katholische IRA und protestantische Nationalisten – bis zum Karfreitagsabkommen 1998. Es gibt jetzt aber auch Ereignisse, die man so in Nordirland noch nicht gesehen hat: So verurteilten der protestantische Regierungschef Peter Robinson und sein katholischer Vize Martin McGuinness, ein ehemaliger hochrangiger IRA-Aktivist, die Anschläge gemeinsam vor der Kamera. Das Entsetzen über die Morde ist in beiden ehemals verfeindeten Lagern gleich groß. So erreichen die verblendeten Ewiggestrigen, die den Frieden sabotieren wollten, das Gegenteil: Sie schweißen Katholiken und Protestanten noch enger zusammen.
Patrick Förster
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