am Montag, 26. September 2011
Ein posivies Resümme des Papstbesuches? Auf welcher Veranstalung waren denn die deutschen Bischöfe. Nette Gesten in Richtung anderer Glaubenszugehörigkeit, mehr nicht. Immer der gleiche Sermon. Belanglose Appelle an die Gläubigen nur noch vergleichbar mit dem täglichen unverbindlichen Politgelabere. Es gehört schon eine Menge Wahrnehmungsverweigerung sich die Ergebnisse schön zu reden. Am Ende steht nur die Einladung des Papstes jederzeit zum einzig wahren Glauben, dem Katholizismus überzutreten. Alles wie gehabt. Glauben ist nicht verhandelbar? Ist nicht die ganze katholischen Kirchenlehre verhandelt? Sind nicht in Jahrhunderten viele Quellen, Evangelien, Grundströmungen im Glauben verworfen worden, die nicht ins Konzept passten? Und da ist Glauben nicht verhandelbar? Aber nein, die Entscheidungen waren ja alle durch die göttliche Inspiration legitimiert, insofern nicht verhandelt? Wer an solche Selbsterhaltungskonstrukte glauben kann, muß schon heftig verbogen sein. Mit einer wahrhaftig in Emotion und Intellekt gelebten Gläubigkeit hat das wenig zu tun. Das ist mehr der Selbstrechtfertigungsmechanismus eines jeden feudalen Systems, das keine Hinterfragung der Wertigkeit von Erkenntnisprozessen duldet, sie als absolut verkauft und sich so unumschränkter Herrschaft versichert. Die Legitimation aus einer Legitimation, die ich allein absolutistisch deute.

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am Freitag, 23. September 2011
Bei der kompetenten intellektuellen Persönlichkeit des Papstes sollte man erwarten, daß er endlich auch einmal an Konzilsbeschlüsse kritisch herangeht, die von Würdenträgern gefaßt wurden, die alles andere als ein Aushängeschild für die Kirche waren. Mit dem Totschlargument, der immer gegebenen Inspiration durch den Heiligen Geist, kann man letztlich alles legitimieren, selbst Mord und Totschlag für den Glauben.
Für mich ist dieser Papst ein Musterbeispiel für das Gefangensein in der Tradition, sei sie auch noch so bar jeder heutigen Erkenntnis. Kein Mensch käme auf die Idee, die Vorstellungen der Astronomie, die vor Jahrhunderten vorhanden waren, heute noch als nicht zu hinterfragenden Maßstab zu nehmen. Auch die Gottesvorstellungen sind dem jeweiligen Zeitgeist und Verständnis angepasst gewesen. Heute ergeben sich hinsichtlich der Erkenntnis von Göttlichkeit ganz andere Perspektiven. Aber wenn man Glauben als das Vermächtnis von jeder geistigen Kleinkrämerei absolut setzt, kommt es zu diesem Mißverhältnis von Intellekt und Handlung. Es geht wie immer um das Erhalten von Macht in institutioneller Form. Um Herrschaftsgewalt über Gläubige. Wer z.B. evolutionäre Fakten wie Homosexualität verteufelt, der muß sich doch Fragen lassen, inwieweit seine Intellektualität gefangen ist in neurotischer Verstrickung und Wahrnehmungsverweigerung dessen, was die Schöpfung evolutionär hervorgebracht hat. Schade, daß aus der Kirche keine Persönlichkeiten hervorgehen, die gesamtperspektivisch mit großem Horizont agieren können. Aber dann gäbe es vermutlich eine neue Kirchenspaltung. Denn diejenigen, die sich mit Glaubenslehren dogmatisch psychisch vergesellschaften, wären jeder substantiellen Änderung von Lehrmeinungen abgeneigt. Ein traditionelles Lehrmeinungsamt gebirt aus seiner Mitte zwangsläufig immer nur seinesgleichen, leider.

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am Freitag, 23. September 2011
Sorry, es muß natürlich , --- das Kondomverbot --heissen.

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am Freitag, 23. September 2011
Daran ist die katholische Kirche nicht schuld. Aber der Kondomverbot ist für die Ausbreitung von Aids eine tödliche Gefahr. Es ist absolut verantwortungslos so zu handeln, um einem theoretischen Ideal zu fröhnen, das zudem noch höchst fragwürdig begründet ist.

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am Freitag, 23. September 2011
Daran ist die katholische Kirche nicht schuld. Aber der Kondomverbot ist für die Ausbreitung von Aids eine tödliche Gefahr. Es ist absolut verantwortungslos so zu handeln, um einem theoretischen Ideal zu fröhnen, das zudem noch höchst fragwürdig begründet ist.

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