Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Sie schickte der Himmel

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Debatte

Sie schickte der Himmel

Mitten in der Wirtschaftskrise hat Deutschland starke und ermutigende Tage erlebt: Vom 7. bis 10. Mai veranstaltete der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wieder eine 72-Stunden-Aktion. Aber was heißt „wieder eine 72-Stunden-Aktion“? Was sich am zweiten Maiwochenende unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ von der Nordsee bis zum Bodensee abspielte, war ein Ereignis der Superlative: Einhunderttausend Jugendliche. Zweitausendfünfhundert Aktionsgruppen. Vierzehn Bistümer. Sieben Bundesländer. Damit war diese 72-Stunden-Aktion die größte soziale Aktion, die jemals in Deutschland stattgefunden hat. Jeder einzelne Jugendliche, der dabei war, kann stolz sein. Jeder Einzelne hat mitgeholfen, dass ein Kindergarten einen neuen Spielplatz bekommen hat, eine Kapelle einen neuen Anstrich, oder älteren Mitmenschen der Umgang mit dem Computer beigebracht wurde.

Irgendwann reicht es eben nicht mehr, über die Krise zu reden, sondern man muss handeln

Mindestens genauso wichtig: Alle zusammen haben ein deutliches Signal ausgesendet. Irgendwann reicht es eben nicht mehr, über die Krise zu reden, sondern es geht darum, konkret etwas zu tun. Irgendwann reicht der Hinweis auf Barack Obama nicht mehr, sondern dann geht es um das Hinschauen auf die Baracken der Obdachlosen. Und wenn das erst einer tut, dann zwei und irgendwann einhunderttausend, gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass sich in unserem Land viel Positives bewegen lässt, das unser Leben verändert. Es ist bei alldem bezeichnend, dass es Jugendliche waren, die hier zu Vorbildern wurden – junge Menschen, die sich in einem katholischen Jugendverband engagieren. Das macht Hoffnung. Und diese Hoffnung wirkt weit länger als 72 Stunden.

André Lorenz




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