Etappensieg bei der Pro-Reli-Rallye
Das ökumenische Aktionsbündnis „ProReli“ in Berlin hat einen Etappensieg errungen! Das Volksbegehren für den Religionsunterricht an Schulen hat fast 100.000 Stimmen mehr als nötig bekommen, um einen Volksentscheid zu erzwingen. In Berlin, wo 60 Prozent der Einwohner konfessionslos sind, haben Christen ein Signal gesetzt. Sie wollten die Einführung eines Ethikpflichtfachs, das nicht zugunsten von Religion abgewählt werden kann, nicht hinnehmen. Einige Laien haben zum Sturm geblasen, vom Bischof bis zum Ministrant zog jeder mit. Dem Berliner Senat wäre es lieber, Werte würden neutral vermittelt. Aber Werte haben Wurzeln, und ohne Kenntnis dieser Wurzeln sind sie hohl und „wert“-los! Noch ist „ProReli“ nicht am Ziel. Um das Schulgesetz zu ändern, braucht es beim Volksentscheid mindestens 610.000 Ja-Stimmen. Aber ein kleines Wunder haben die Berliner schon vollbracht. Vielleicht wird mit Gottes Hilfe ein größeres daraus. In jedem Fall bleibt „ProReli“ ein Lichtblick!
Von Rosina Wälischmiller