Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Messias Obama

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Debatte

Messias Obama

Barack Obama hat einen Lauf. Was er anpackt, scheint zu gelingen. Nach den Rückschlägen bei der Kabinettsbesetzung und den Maßnahmen gegen die Finanzkrise darf der US-Präsident wieder das tun, was er am besten kann: den Visionär geben. Eine Rede in Prag nutzte er nicht nur, um die Abschaffung von Atomwaffen, sondern auch gleich Frieden für die ganze Welt zu fordern. In Amerika hat die Obamania pseudoreligiöse Züge angenommen. Das ist übertrieben, ändert aber nichts daran, dass die Welt einen Vorreiter wie Obama braucht. Während sich viele Politiker im Dickicht von Kleinmut und Lethargie eingerichtet haben, gibt sich der US-Präsident nicht zufrieden mit der Politik der kleinen Schritte. 

Obamas Ehrgeiz ist wichtig – für Amerika und die ganze Welt. Während überall verlässliche Konstanten wanken, signalisiert Obama Optimismus. Er demonstriert das, was Menschen stark macht. Also den Gedanken, dass alles möglich ist, wenn man nur will. 

Natürlich: Obama ist kein Messias. Trotzdem könnte es ihm gelingen, der Welt wieder Elan und Ehrgeiz, Vertrauen und Verantwortung zu bringen. Der 44. US-Präsident könnte es schaffen, die weltweit festgefahrenen Denkweisen aufzuweichen und einen Plan für die Zukunft zu entwerfen. Denn Barack Obama hat einen Lauf. 

Florian Jünger




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