Indien
Einwohner: 1.15 Milliarden
Arbeitslosigkeit: 7,2 Prozent
Lebenserwartung: 69,25 Jahre
Kindersterblichkeit: 9,8 Prozent
Analphabetenquote: 35,00 Prozent
Menschen, die unter der Armutsgrenze leben: 25 Prozent
Menschen, die unterernährt sind: 21 Prozent
Hauptnahrungsquelle: Reis, Hülsenfrüchte, Weizen
Durchschnittseinkommen: 225 US-Dollar pro Monat (Stand 2004)
(Stand 2008, bis auf monatl. Einkommen)
Dass eine periodisch auftretende Rattenplage jährlich die Reisernte in Nordindien bedroht, ist ganz normal. In Zeiten steigender Lebensmittelpreise aber ist sie für das ganze Land eine ernsthafte Bedrohung. Inzwischen hat Indien ein totales Exportverbot für Reis verhängt. Bisher blieben schwere Unruhen aus. Doch in ganz Indien hungern die Menschen. Rund 47 Prozent der Kinder unter fünf Jahren haben Untergewicht.
Nach der Volksrepublik China ist Indien der bevölkerungsreichste Staat der Erde. Die Nahrungsmittelversorgung ist hier schon lange ein ernsthaftes Problem, besonders in ländlichen Regionen. Die Armut zwingt die Familien, Kinder arbeiten zu lassen. Hochverschuldete Bauern treibt sie sogar in die Leibeigenschaft.
(ch)