Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Jemen

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Kampf gegen den Hunger


Jemen

Einwohner: 23 Millionen
Arbeitslosigkeit: 35 Prozent
Lebenserwartung: 62,9 Jahre
Kindersterblichkeit: 11,9 Prozent
Analphabetenquote: 5,6
Menschen, die unter der Armutsgrenze leben: 45,2 Prozent
Menschen, die unterernährt sind: 32 Prozent
Hauptnahrungsquelle: Hirse, Kartoffeln, Gerste, Weizen, Fleisch
Durchschnittseinkommen: 200 US-Dollar pro Monat
(Stand 2008)

Die Republik Jemen ist der bevölkerungsreichste und ärmste Staat der arabischen Halbinsel. Bereits 2005 kam es im Jemen infolge einer Ölpreiserhöhung zu heftigen Unruhen. Die Ausschreitungen forderten über 50 Todesopfer. Seit Ende März 2008 protestierten tausende Jemeniten, denn steigende Lebensmittelpreise sorgen für zunehmenden Druck auf die strukturschwache Agrarwirtschaft. Es gab einige Todesopfer.

Seit Anfang 2011 laufen zahlreiche Proteste in der Arabischen Welt. In diesem Zusammenhang gibt es auch im Jemen zahlreiche Demonstrationen. Als Ursache macht die protestierende Bevölkerung ihren Präsidenten Ali Abdullah Salih verantwortlich, der das Land seit über 30 Jahren regiert. In den letzten Monate forderte die Auseinandersetzung mehrere hundert Todesopfer.
Jeder Dritte im Jemen hungert und fast jeder Zweite hat weniger als zwei Dollar pro Tag zur Verfügung.

Fast die Hälfte der Bürger Jemens arbeitet in der Landwirtschaft, obwohl Ackerbau nur auf etwa 7 Prozent der Landesfläche möglich ist. Ein rasanter Rückgang der Grundwasserversorgung führt zu einer landesweit spürbaren Wasserknappheit, dem größten Problem beim Anbau landwirtschaftlicher Nutzpflanzen. Trotz der Erdöl- und Erdgasvorkommen, deren Förderung rund 70 Prozent der Staatseinnahmen ausmacht, zählt das Land zu den ärmsten der arabischen Welt.

(ch)


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