Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Mauretanien

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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Kampf gegen den Hunger


Mauretanien

Einwohner: 3,36 Millionen
Arbeitslosigkeit: 20 Prozent
Lebenserwartung: 53,5 Jahre
Kindersterblichkeit: 6,7 Prozent
Analphabetenquote: 58 Prozent
Menschen, die unter der Armutsgrenze leben: 40 Prozent
Menschen, die unterernährt sind: 8 Prozent
Hauptnahrungsquelle: Hirse, Hülsenfrüchte, Reis, Mais
Durchschnittseinkommen: 150 US-Dollar pro Monat
(Stand 2008)


Mauretanien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2005 lebten hier bereits 40 Prozent der Bevölkerung in Städten, 1957 waren es lediglich 10 Prozent. Diese schnelle und unkontrollierte Urbanisierung bringt viele Problemen mit sich, die insbesondere in der Stadt Nouakchott zu Tage kommen. Hier herrscht ein eklatanter Mangel an Wasser und Wohnraum. Kein Wunder, wuchs die Stadt doch von 30.000 Einwohnern 1959 auf knapp eine Milionen Einwohner 2005.

Auch die politische Lage des Landes ist alles andere als stabil. Vom achten August 2008 an wurde es in Folge eines Militärputschs von einer Militärdiktatur regiert. Knapp ein Jahr später, am 18. Juli 2009 fanden wieder Präsidentschaftswahlen statt. 250 internationale Beobachter überwachten die Wahl, dennoch stehen Vorwürfe des Wahlbetrugs im Raum.

Die Anbaufläche für Getreide beschränkt sich auf lediglich 0,2 Prozent der Staatsfläche. Hier werden vorwiegend Hirse, Hülsenfrüchte, Reis und Mais für die Selbstversorgung angebaut. In Mauretanien herrscht größtenteils trockenheißes Wüstenklima. Im Norden des Landes sind 100 mm Niederschlag üblich und im äußersten Süden 300-400 mm. Diese fallen von Zeit zu Zeit auch ganz aus, dennoch gehört die Landwirtschaft, neben dem Fischereisektor und dem Erzbergbau, zu den grundlegenden Wirtschaftszweigen des Landes.


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