Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Vatikanische Feuerwehr im Erdbebengebiet

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Montag, 21. Mai 2012 Hermann Joseph , Erenfrid
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glaubenslust – Der Tag


Feuerwehrleute des Papstes helfen mit

Italien kommt nicht zur Ruhe: Wieder haben Nachbeben die Region in den Abruzzen erschüttert, in l'Aquila stürzten weitere Gebäudeteile ein. Offiziellen Angaben zufolge liegt die Zahl der Todesopfer nun bei 278. Am Freitagvormittag wird um 11 Uhr bei einer gemeinsamen Begräbnisfeier um die Toten getrauert.  Den Gottesdienst leitet der Erzbischof von L'Aquila, Giuseppe Molinari. Der Oberhirt wollte den Termin bewusst auf den Karfreitag legen, an dem die Christen des Leidens Jesu gedenken. Auch Papst Benedikt XVI. hatte am Mittwoch seinen Besuch in der Unglücksgregion angekündigt, ein Termin steht aber noch nicht fest.

Mit im Einsatz ist an Ort und Stelle sind die Feuerwehrleute des Papstes, die "Vigili del Fuoco del Vaticano". Paolo De Angelis, Chef der päpstlichen Feuerwehr, berichtete für Radio Vatikan aus dem Dorf Onna, das durch die Beben nahezu komplett von der Landkarte gelöscht wurde:

"Die Lage ist katastrophal. Der Ort ist zerstört, allein hier haben die Hilfskräfte 40 Leichen aus den Trümmern geborgen. Wir arbeiten mit den italienischen Feuerwehrleuten zusammen, wir überprüfen die Statik der Häuser, die stehen geblieben sind und begleiten auch die Überlebenden in die Trümmer ihrer Häuser, um in kurzer Zeit und streng überwacht das wichtigste Hab und Gut sicher zu stellen. Die Bevölkerung hat unsere Ankunft als großes Zeichen der Solidarität gewertet. Die Menschen brauchen hier jetzt Trost und Unterstützung jeder Art, ihnen wurde ja alles entrissen. Diese Geste der Solidarität seitens des Vatikanstaats bedeutet für uns sehr viel – persönlich wie beruflich."

Jetzt ist die Hilfe von Menschen auch aus der Ferne gefragt: Die katholische Kirche und Caritas International riefen zu Spenden auf, die nun dringend benötigt werden. Albanien, eines der ärmsten Länder Europas geht mit gutem Beispiel voraus und kündigte bereits 50.000 Euro Soforthilfe an.

 




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