Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Weltjugendtag 2008 in Sydney

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Weltjugendtag 2008

Der Heilige Vater ist da: Benedikt XVI. landet am Sonntag in Australien. Es ist das erste Mal seit seiner Papstwahl, dass der Deutsche auf dem fünften Kontinent ist. Der Empfang fällt allerdings nicht überall herzlich aus, in Melbourne protestierten gut 150 Papst-Gegner. Bereits im Vorfeld hatte die Bewegung No-To-Pope, eine Gruppe aus Atheisten, Homosexuellen und Abtreibungsbefürwortern, in Sydney das Oberhaupt der Katholischen Kirche mit einem falschen Papstmobil verspottet (Foto: KNA)

  • Ankunft von Papst Benedikt XVI. in Sydney, der Weltjugendtag 2008 stattfindet



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Die Kommentare der Liborius-User:


von david-ho-zehnter@gmx.de

am Mittwoch, 16. Juli 2008

Lieber Bruder Willy Ich danke Dir für Deine herzliche Geduld, deine Liebe zur Kirche Jesu Christi ( alle Getauften) und Deine fairen Aussagen.
Weil ich so viele ausgegrenzte Zölibatswangspriester
kenne und die großen bischöflichen Projekte von
Großraumpfarreien wegen gemachten Priestermangels, werde ich nicht müde, jene 1139er
Minderheit in der Kirche Jesu Christi zu attackieren,
die leider leider zur Säkularisation der Welt ihren
Beitrag leistet. Die Jugend in Sydney und allen Kirchentagen weiß wohl zu unterscheiden zwischen
Gemeinschaft der Kirche und unserer glorreichen Kirchenfürstenkirche. Papst Benedikt bekommt viel Sympathie und Liebe entgegengebracht und die Kirche auf dem Podest darf sich des Jubels freuen, aber hört sie auch auf die jungen Frauen und Männer?
Was ist Sonntags in vielen unserer Kirchengebäude? Hätte Jesus seinerzeit nur zölibatsverpflichtet (jüdische Männer sind sehr familienorient) , dann wäre der Neue Bund nicht größer als ein beschaulicher Mönchsorden geworden. Das Problem löst der Heilige Geist, denn der mittelalterlichen Amtskirche wird es jährlich immer enger und das Pflichtzölibat löst sich auch auf biologische Weise. Die Kirche Jesu Christi bleibt, das Antlitz der Kirche wird neu. Dafür lohnt sich zu kämpfen.
Die Jugend und Jesus Christus finden sich bestimmt, wohl am wenigsten in den jetzigen fast leeren Priester-seminaren. Ich weiß, diese Tatsachen sind unbequem zu hören. Mit unendlicher Liebe beruft Gott junge Menschen und ein sinnloses Gesetz sperrt Gott und den Menschen die Türe zu.
Eine skandlöse Leistung im 3.Jahrtausend.
Die verheirateten Apostel und Frau Petrus aus dem Neuen Testamentt lassen grüßen, Bruder David
PS: Anglikanische Kirche: Warum sollen Bischöfe nicht
heulen, wenn sie noch erleben dürfen, die Osterapostelin Maria Magdalena setzt sich durch. Wer hat was gegen eine gute Bischöfin? - Zum Paulusjahr: In Christus sind alle eins...


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von Willy Reiter

am Mittwoch, 16. Juli 2008

Lieber David,
mit Liebe gesagt: Du bist unverbesserlich!
Bringen wir die "ganze Sache" doch mal auf einen Punkt: also - zuerst Abschaffung des Pflichtzölibats, dann im zweiten Schritt die "viri probati", dann Zulassung von Frauen zum Priester- und Bischofsamt und so weiter und meinetwegen noch als Krönung dieser Reformen "die Bibel in gerechter Sprache" ...
Und nun, lieber David, ist dann alles gut und recht und die Kirche Jesu Christi ist dann wieder mit großer Glaubenslust erfüllt?
Ganz ehrlich "unter uns": machen wir alle uns da nicht etwas vor (Stichwort "Hybris")?
In Sachen Zölibat wird wohl etwas geschehen müssen bzw. die ehrliche und offene Überprüfung der Altlasten, wie z.B. die "viri probati" (Card. Döpfner lässt grüßen!). Aber müssen wir dann nicht im Glauben an Jesus Christus innehalten?
Vor unserer Haustüre erleben wir derzeit das unwürdige Schauspiel in der anglikanischen Kirche und der Primas muß in seiner Verzweiflung noch den Kurienkardinal Kaspar zu Tische bitten ...
Ist uns Katholiken das Stichwort "Konturlosigkeit" nicht Warnung genug?
Viele Fragen mit der Bitte um eine ehrliche Antwort im Sinne des Roncalli-Papstes "es handelt sich nicht um unsere Kirche, sondern um die Kirche Jesus Christi".
Eine "Eselsbrücke" mit einem extremen Beispiel (für Deutschland!): schaffen wir doch zuerst mal das System der staatlichen Kirchensteuer ab und auch sonst alle, wirklich alle finanziellen Privilegien, wie sie im Konkordat verankert sind.
Dann werden wir sehen oder besser: sehend werden!

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von david-ho-zehnter@gmx.de

am Mittwoch, 9. Juli 2008

Da kommt wirklich Freude auf. Da lebt Kirche. Da ist frischer Wind. Jugend ist direkt, nimmt sich kein Blatt
vor den Mund. In meiner Jugend durfte ich ähnliche
Meetings miterleben: Pfadfinder-Weltjambore, Eucharistischer Weltkongress, Kirchentage, Papstbesuche - wunderbar ... Es hat mein Leben und meine Glaubenslust bereichert.
Die Jugend ist wie sie ist ... kann feiern, jubeln, ernst
diskutieren, hält sich nicht an die Illusionen der Würdevollen Auslaufmodelle aus dem Mittelalter.
Ich frage mich, warum die begeisterten Jugendlichen
und jungen Erwachsenen dann vor Ort in ihren Heimatkirchen kaum bei den Sonntagsmessen zu sehen sind? Vielerorts ist Kirche der größte Senioren-club. Woran liegt das wohl?
Es sind kaum noch junge Bezugspersonen da. Die jungen Kapläne fehlen. Woran das wohl liegt, liebe Bischöfe? Sagt mir, wo Kapläne sind, wo sind sie gebleiben? Leere Netze wehn im Wind ...
Und in manchen Gemeinden graust buchstäblich das Alter die jungen Leute hinaus.-
Aber es gibt, Gott sei Dank, junge verheiratete Diakone, dynamische Gemeindreferentinnen und noch jung gebliebene Pfarrer (leider zu wenige) die Kinder und Jugendliche mit Charme, Herz und offenen Pfarrheim anziehen. Vor allem die Mini-stranten/innenarbeit ist in vielen Gemeinden hervorragend. Da entwickelt sich verjüngte Kirche zu gleichberechtigten Männern und Frauen von morgen. Auch am Altar und als Gemeindeleiterin! Knirscht nur mit den Zähnen, Hierarchen. Nur noch eine kurze Zeit. Die Geistin weht, wo Sie will ( auf hebräisch ist leider "Geist" fraulich).
Sicher junge Schwestern, Jesus will Euch zu Apostelinnen, schaut nur ins Evangelium, nicht nur zwölf Männer begleiteten den jungen Jesus, sondern
genauso ganz liebe Frauen, - glaubt Bruder David.




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