Reinhard Marx (57), Erzbischof von München-Freising
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Vor knapp drei Jahren wurde der Westfale auf den Bischofsstuhl der bayerischen Landeshauptstadt berufen, den einst auch Papst Benedikt XVI. innehatte. Seither war für Marx die Beförderung in den päpstlichen Senat absehbar, denn seit 1914 wurden alle Erzbischöfe von München-Freising früher oder später mit der Kardinalswürde bedacht.

Der Erzbischof ist ein mediengewandter Experte für Sozial- und Wirtschaftsethik. In der deutschen Missbrauchsaffäre profilierte er sich als entschiedener Aufklärer. Hochrangige Mitarbeiter mussten ihren Hut nehmen; auch Kloster Ettal bekam seinen Unmut zu spüren. Seit 1. Oktober hat Marx als Magnus Cancellarius der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt auch die kirchliche Hauptverantwortung für die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum, eine Einrichtung, die dem Papst sehr am Herzen liegt, aber in den vergangenen Jahren durch eine Führungskrise gehen musste.

(Foto: KNA-Bild)

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