26. August 2016 Gregor von Utrecht

Ein Bild von Mosaik

Die Zeit ist wie ein Bild von Mosaik,
 zu nah beschaut, verwirrt es nur den Blick;
 willst du des Ganzen Art und Sinn verstehn,
 so musst du's, Freund, aus rechter Ferne sehn.

Emanuel Geibel

Spruch des Tages

„Erinnerungen sind das einzige Paradies,
aus dem man nicht vertrieben werden kann.“

Jean Paul

„Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voller Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.“ (Hildegard von Bingen)

Dinkel war jahrhundertelang das Volksnahrungsmittel des tüchtigen und humorvollen Schwabenvolkes. Zu den regelmäßigen Dinkelspeisen zählt das Habermus, nicht zu verwechseln mit Hafer. Haber heißt soviel wie Lebensspender. Die in alten Mythen und Sagen umwobene Habergeiß war ein Lebensgeist.

Habermus

150 g Dinkel, geschrotet; 3/4 Liter Milch, 1 Apfel, 1 Banane, etwas Honig, 1 Prise Zimt

Den Apfel entkernt in kleine Spalten schneiden. Gemeinsam mit dem Dinkelschrot und der Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Dabei immer umrühren, damit es nicht anbrennt. Das Ganze kurz aufkochen lassen, die Herdplatte ausschalten und auf der noch heißen Herdplatte rühren, bis es eine breiartige Masse entstanden ist. Zum Schluss mit etwas Honig nach Belieben süßen. Die Banane in kleine Stücke schneiden und auf 3 Schälchen aufteilen. Das Mus in die Schälchen füllen, mit Zimt bestreuen und noch warm servieren.

(Foto: istockphoto)