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Autor: Lena
Erstellt: 15. Oktober 2009 - 21:34
Betreff: Probleme in der Ehe
Auch wenn die meisten es gerne ausblenden: Nicht immer ist alles in der Ehe eitel Sonnenschein.
Wie geht ihr damit um?
Autor: Juli
Erstellt: 15. Oktober 2009 - 21:38
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Ich würde gerne sagen, gibt's bei uns nicht.
Aber natürlich knirscht's bei uns auch hie und da.
Ich versuche es auch immer anzusprechen.
Aber er geht dem Gespräch immer ganz gut aus dem Weg.
Das nervt.
Irgendwann explodiere ich dann.
Und er steht da wie ein begossener Pudel.
Und dann geht's wieder. :-)
Autor: Evi
Erstellt: 15. Oktober 2009 - 21:40
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Ich fresse es immer in mich rein.
Manchmal geht's dann zum Frustshoppen.
Dann merkt er, dass irgendwas nicht okay ist.
Fragt sogar nach.
Dann geht es wieder für eine Zeitlang.
Aber das war's dann schon auch.
Wahrscheinlich sind Männer einfach so. ;-)
Autor: Chrissy
Erstellt: 17. Oktober 2009 - 20:40
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Ich habe das Glück, dass der Mann meiner besten Freundin sein Trauzeuge ist. Meine Freundin redet recht offen mit ihrem Mann über meine Beziehung. Und ihr Mann redet dann anscheinend auch manchmal Tacheles mit dem besten meiner Ehemänner. Ich glaube, dass geht nur von Mann zu Mann.
Autor: franco
Erstellt: 20. Oktober 2009 - 23:38
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Wer Probleme in der Beziehung oder mit seinen Kindern hat, kann sich auch professionelle Hilfe bei Mutter Kirche holen. Natürlich bedeutet der Schritt zur Beratung eine Überwindung, aber es kann genau der richtige Schritt sein.

http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/kirche_koeln/seelsorge/ehe_familienberatung.html
Autor: Klaus
Erstellt: 22. Oktober 2009 - 20:48
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@franco: Da kann ich nur zustimmen.
Der erste Schritt ist immer der schwerste.
Meistens sagt man sich auch, "So schlimm ist es doch gar nicht." oder
"Warum soll ich mit Wildfremden meine Probleme diskutieren?"

Aber es tut wirklich gut.
Wir holen uns "unsere Beratung" regelmäßig.
Und es tut unser Beziehung wirklich gut.
Autor: Franzi
Erstellt: 26. Oktober 2009 - 21:32
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Ich kann es auch nur empfehlen.

Eigentlich ist das persönliche Gespräch sehr wichtig, aber es gibt z. B. von der Caritas inzwischen auch Online-Beratung:
http://www.beratung-caritas.de/?id=404
Autor: BlackCat
Erstellt: 30. Oktober 2009 - 23:30
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@Klaus: Wenn die Situation verfahren ist, ist es auch schwierig sich zu motivieren, Hilfe zu holen. Ich habe schließlich kein Problem, sondern mein Partner ...
Ich glaube, die Erkenntnis, dass wir ein gemeinsames Problem haben, das wir (vielleicht) gemeinsam mit externer Hilfe lösen könnten, ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Autor: Klaus
Erstellt: 3. November 2009 - 21:43
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@BlackCat: Es gehören immer zwei dazu.
Alleine, dass wir uns die Zeit für die Beratung nehmen, hat unserer Beziehung enorm gut getan.
Autor: BlackCat
Erstellt: 11. November 2009 - 22:34
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@Klaus: Definitiv.
Ein gemeinsamer fester Abendtermin, der einen gewissen Rhythmus vorgibt.
Wir machen uns vor, während und nach dem Termin einfach stärker bewusst, was wir wirklich voneinander und miteinander wollen.
Autor: pfarrer günter christoph haase
Erstellt: 13. November 2009 - 1:26
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Immer wieder schmerzt es mich, wenn Partnerschaften und Ehen zerbrechen. Gerade Kinder leiden darunter besonders.Nicht selten fühlen sie sich als die Schuldigen, wenn Eltern auseinandergehen. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit geben feste Bindungen Halt und Kraft. Da, wo nicht mehr oder genügend miteinander gesprochen wird, da fällt langsam, aber sicher eine Welt zusammen. Zu wenig geschenkte Zeit und Auufmerksamkeit scheint mir heute ein zunehmendes Problem zu sein. Auch rechtzeitig in Anspruch genommene professionelle Hilfe und Beratung ist wichtig und kann manches wieder ins Lot bringen.
Autor: M&M
Erstellt: 14. November 2009 - 21:06
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@pfarrer günter christoph haase:
Wir haben zwei (relativ neue) Kräfte, die an den heutigen Ehen zerren.

Zum einen der Leistungsdruck. Ehen haben gut zu funktionieren. Frauen und Männer sollen in Beruf und Familie gleichermaßen erfolgreich sein. Ein Eheproblem ist ein Eingeständnis der Unvollkommenheit, und dieser "Makel" wird vor anderen und vor sich selbst so lange wie möglich verleugnet.

Zum anderen die Selbstverwirklichung. Ehen sind keine (Zweck-)Gemeinschaften mehr. Frauen und Männer wollen gleichermaßen ihr eigenes Leben leben. Ein Eheproblem ist ein Hindernis auf diesem Lebensweg, und am einfachsten ist es, diesem Hindernis temporär oder für immer aus dem Weg zu gehen. Man schweigt sich an oder man trennt sich.
Autor: Marie
Erstellt: 18. November 2009 - 21:58
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@M&M:
Die Menschen in unserer Gesellschaft suchen sich ihre Partner selber aus.
Und der Partner soll natürlich der "perfekte" Partner für ein ganzes Leben sein.
Auch das ist eine Hypothek, die eine Ehe von vornherein überfachtet.
Niemand ist perfekt. Weder mit der rosaroten Brille betrachtet am Anfang einer Beziehung, noch bei genauerer Betrachtung, wenn es Herausforderungen in der Partnerschaft zu meistern gilt.
Autor: M&M
Erstellt: 20. November 2009 - 21:50
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@Marie: Gerade, wenn man sich den Partner "gut" ausgesucht hat, ist man umso enttäuschter, wenn es nicht so rund läuft in der Ehe, wie man sich das vorgestellt hat.

Da sind die Generationen vor uns sehr viel realistischer oder pragmatischer an die Ehe herangegangen.
Autor: Marie
Erstellt: 22. November 2009 - 21:04
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@M&M: Wir glauben halt an die Liebe. *seufz*

Wobei ich schon denke, dass beides funktionieren kann. Realistisch und pragmatisch an die Ehe herangehen und trotzdem dabei die Partnerin/den Partner lieben. Es ist eine Herausforderung. Aber nur in dieser Kombination hat man eine Chance.
Autor: BlackCat
Erstellt: 24. November 2009 - 23:27
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@Marie: An die Partnerschaft werden zu unterschiedlichen Zeiten ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt. Sexualität, Zärtlichkeit, Hilfe, Unterstützung, Freiraum, Impulsgeber und und und.

Wenn sich beide Partner auf diese Unterschiedlichkeit einlassen können und auf die Unterschiedlichkeit, mit der der jeweils andere damit umgehen kann, dann ist das schon knapp an der perfekten Partnerschaft. ;-)
Autor: Marie
Erstellt: 28. November 2009 - 21:10
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@BlackCat: Genau das meine ich ja.
Es gibt nicht nur ständig rosarote Wolke, verliebtes Händchenhalten, heißen Sex, romantische Abendessen, phantastischen Urlaub undsoweiter.
Wenn man es schafft, die gemeinsame Zeit miteinander realistisch anzugehen, dann sind die eben genannten Momente auch vorhanden, aber die andere Zeit muss nicht "durchgestanden" werden, sondern ist genauso wichtiger Bestandteil der Beziehung.
Autor: BlackCat
Erstellt: 30. November 2009 - 22:17
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@Marie: Ich sehe schon, dir brauche ich nichts zu erzählen.
Da sind echte Beziehungsprofis am Werk. :-)
Autor: M&M
Erstellt: 6. Dezember 2009 - 23:28
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@BlackCat: Bei all dem Realismus bleibt dann aber ein gehöriger Teil von der Romantik auf der Strecke.
Autor: BlackCat
Erstellt: 8. Dezember 2009 - 23:07
Betreff: re: Probleme in der Ehe
@M&M: Die Romantik muss nicht zwangsläufig auf der Strecke bleiben.
Aber meines Erachtens ist "Realismus" wichtiger als "Schmetterlinge im Bauch".
Autor: Regine
Erstellt: 21. Dezember 2009 - 22:53
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Sich die Zeit zu nehmen, miteinander zu reden, hilft enorm.
Viele Dinge, die sich in einem anstauen, finden eine einfache Antwort, wenn man hört, warum der andere in irgendeiner Situation so und nicht anders agiert hat. Man konstruiert sich vieles zusammen, was sich nach einem Gespräch als absolut null und nichtig entpuppt.
Autor: Rosi N.
Erstellt: 11. Mai 2010 - 9:35
Betreff: re: Probleme in der Ehe
Kann Romantik nicht schon darin bestehen, die gemeinsame Liebe als Geschenk Gottes zu begreifen? Ich glaube, man muss auch eine Demut davor haben, dass man eben nicht aus ganz eigenen Stücken die Liebe erhalten kann - sondern, dass man die Gnade erfahren hat, sie erhalten zu haben.
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