Berlin (KNA) Das American Jewish Comitee hat die ablehnende Haltung der deutschen Politik zu den «überholten und bizarren Theorien zu Genen und Rassen» von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin gelobt. Das von Sarrazin vertretene Konstrukt sei dämonisch und «ein leicht entflammbares politisches Gebräu», erklärte der Direktor des AJC-Büros in Berlin, Deidre Berger, am Mittwochabend.
Dass Sarrazin als bekannter Vertreter des öffentlichen Lebens in Deutschland solche Ideen bewerben könne, nannte Berger entsetzlich. Explizit verweist er auf Sarrazins Äußerung zur genetischen Identität bestimmter Gruppen wie Juden, Vietnamesen oder Basken. Der AJC forderte, eine Debatte zu beenden, die Bezüge zwischen Zuwanderung, Demographie und Genetik konstruiere. Bei dieser Frage müsse es eine «rote Linie» geben.