Vatikanstadt (KNA) Die Kirche bleibt nach den Worten von Papst Benedikt XVI. stets reformbedürftig. Nur durch fortwährende Erneuerung könne diese ihrem Auftrag treu bleiben und verhindern, dass das kirchliche Leben in Gewohnheit erstarre, sagte der Papst in der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Solche Veränderungen müssten jedoch aus dem Inneren der Kirche erfolgen. Als historisches Vorbild bezeichnete er die Gründung der Bettelorden im Mittelalter.
Franziskaner und Dominikaner hätten im 13. Jahrhundert gezeigt, dass sich ein Leben in Armut, das damals im Gegensatz zu «Glanz und Größe der offiziellen Kirche» gestanden habe, durchaus mit der Treue zum Papst verbinden lasse, hob Benedikt XVI. vor mehreren Tausend Gläubigen aus aller Welt hervor. Zugleich hätten die Bettelorden einen bedeutenden Beitrag zur Ausbildung der mittelalterlichen Theologie, der Scholastik, geleistet. Benedikt XVI. betonte, dass es auch gegenwärtig Bewegungen gebe, die sich in diesem Sinne um eine innere Erneuerung der Kirche bemühten.