Vatikanstadt (KNA) Mit einem Ruhetag und letzten Vorbereitungen für seine bevorstehende Maltareise verbringt Papst Benedikt XVI. am Freitag seinen 83. Geburtstag. Auch den fünften Jahrestag seiner Wahl zum Papst am 19. April begeht er mit einem Erholungstag. Einziger offizieller Termin der beiden Feiern ist am 29. April ein Konzert in der vatikanischen Nervi-Halle. Es wird dem Papst von Italiens Präsident Giorgio Napolitano gestiftet.
Joseph Ratzinger wurde am 16. April 1927 in Marktl am Inn als Sohn eines Gendarmen geboren. 1951 empfing er zusammen mit dem älteren Bruder und späteren Regensburger Domkapellmeister Georg die Priesterweihe. Mit 26 Jahren wurde Ratzinger Dozent für Dogmatik und Fundamentaltheologie in Freising.
Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) fungierte er als theologischer Berater des Kölner Kardinals Josef Frings. Nacheinander lehrte er als Professor in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. Im März 1977 berief Papst Paul VI. ihn zum Erzbischof von München und Freising, wenige Wochen später wurde er Kardinal.
Im November 1981 betraute Johannes Paul II. ihn mit der Leitung der Glaubenskongregation. Ende 2002 wurde er Dekan des Kardinalskollegiums und leitete in dieser Funktion die Zeremonien nach dem Papsttod. Ins Konklave vom 18. April 2005 zog er als Favorit ein, einen Tag später wurde er als erster Deutscher nach 482 Jahren zum Papst gewählt.