Jerusalem (KNA) Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes haben zum Abschluss ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Galiläa die Bedeutung der heiligen Stätten in der Heimat Jesu unterstrichen. Die Sorge um Jerusalem müsse ein Anliegen für die ganze Kirche sein, sagte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, mit Blick auf die kommende Nahost-Synode.
Die Bischöfe der verschiedenen katholischen Riten in Israel, Jordanien und den Palästinensergebieten hatten von Montag bis Mittwoch am See Genezareth die Vorbereitung der Bischofs-Synode für den Nahen Osten im Oktober in Rom besprochen. Dabei wurden vor allem die Ergebnisse einer Umfrage diskutiert, die im Vorfeld in den diversen Pfarreien der Region durchgeführt worden war.
Insgesamt hätten sich vier Punkte herauskristallisiert, welche die Bischöfe des Heiligen Landes in die Synode mit einbringen wollten, sagte der Sekretär der Bischofskonferenz, Pietro Felet der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag: So gehe es zunächst um die zentrale Sorge um die heilige Stadt Jerusalem. Zweitens sei der Dialog mit dem Judentum in Israel von besonderer Bedeutung. Drittens spiele die Frage von «Gerechtigkeit und Frieden» eine zentrale Rolle für die Zukunft der Region. Und viertens wollten die Bischöfe der verschiedenen katholischen Kirchen sich vermehrt um Austausch und gemeinsames Vorgehen bemühen, so Felet.
Ein weiterer bedeutender Punkt war nach Auskunft Felets die Rolle der Laien in den Kirchen des Nahen Ostens: Diese müssten verstärkt ermutigt werden, eine prägende Rolle in ihren jeweiligen Gesellschaften einzunehmen. Außerdem äußerten sich die Bischöfe des Heiligen Landes besorgt über die Lage der Christen im Irak.