Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Einzelansicht
(domradio.de) Am Freitag reiste Benedikt XVI. für drei Tage ins westafrikanische Benin. Anlass seiner zweiten Afrika-Reise ist der feierliche Abschluss der Afrika-Synode vom 2009, deren Schlussdokument das Kirchenoberhaupt auf afrikanischen Boden veröffentlichen will.
Das Dokument mit dem lateinischen Titel "Africae munus" (Auftrag Afrikas) bildet gleichsam das Programm für den künftigen Kurs der katholischen Kirche des Kontinents. Drei Wochen lang hatten im Oktober 2009 rund 200 afrikanische Bischöfe mit Vertretern der Weltkirche über "Die Kirche in Afrika im Dienst von Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden" beraten. Es war ein lebhaftes Treffen, das viel Hoffnungspotential zeigte, aber auch deutlich machte, wie sehr Krieg und Korruption, Krankheiten und Katastrophen, Klimaveränderungen, Hunger und überzogenes Stammesdenken diese Kirchen fordern.
Aus den Beratungsergebnissen, die die Synodalen in 57 Thesen zusammenfassten, hat Benedikt XVI. mit Unterstützung des Synodenrates das Schlussdokument erstellt. In der Basilika des alten christlichen Zentrums Ouidah wird er das Papier am Samstag viermal unterzeichnen - in den Kontinentalsprachen Englisch, Französisch und Portugiesisch sowie in Italienisch. Am Tag danach wird er es bei einer Messe im Stadion von Cotonou offiziell den Vorsitzenden aller 35 afrikanischen Bischofskonferenzen sowie der 7 übernationalen Zusammenschlüsse überreichen. Mehr