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23.01.12 14:55

Fairtrade lässt Blumen sprechen

 

Welche Sprache sprechen Blumen? Soviel ist klar: Könnten Schnittrosen sprechen, würden sie sich nicht auf Deutsch unterhalten.

Rund 80 Prozent der Schnittblumen werden importiert, beispielsweise aus Ländern wie Kenia, Tansania oder Ecuador. „Noch immer arbeiten viele Beschäftigte in der Blumenindustrie in Entwicklungsländern unter menschenunwürdigen Bedingungen“, sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath im Vorfeld der Internationalen Pflanzenmesse IPM in Essen. Fairtrade setzt hier an. In Kenia sind zwölf Prozent aller Blumenfarmen Fairtrade-zertifiziert. „Den Anteil wollen wir dort und in weiteren Ländern ausbauen, damit mehr Menschen von Fairtrade profitieren.“

Arbeits- und Gesundheitsschutz sind bei Fairtrade ebenso Pflicht, wie sparsamer Umgang mit Wasser und Pestiziden. Ein Konzept, das bei deutschen Verbrauchern ankommt: Seit der Einführung von Fairtrade-Rosen 2005 wuchs der Marktanteil kontinuierlich. 2010 lag er bei 2,4 Prozent. Nach aktuellen Schätzungen stieg der Absatz 2011 um 12,5 Prozent auf rund 81 Millionen Stiele. Rosen sind nach Kaffee das zweitwichtigste Fairtrade-Produkt.


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