Die katholische Erlebniswelt, Papst und Kirche: Einzelansicht

Liborius Verlagsgruppe Bayerisches Sonntagsblatt Liborius Magazin Liboriusblatt
Freitag, 10. Februar 2012 Wilhelm, Bruno
Aktuell|Nachrichten|Wissen|Unser Glaube|Specials|Forum|E-Cards|Spiele

Etappen Ihres Lebens: Taufe | Kommunion | Firmung | Ehe | Trauer

Nachrichtendetails

02.09.10 11:25

Islamrat: Sarrazin schürt Islamfeindlichkeit

 

Hamburg (KNA) Muslime in Deutschland haben dem Bundesbankvorstand und SPD-Politiker Thilo Sarrazin Islamfeindlichkeit vorgeworfen. «Ich finde es sehr bedauerlich und fast schon beängstigend, dass die Islamophobie in Gestalt von Herrn Sarrazin langsam in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein scheint», sagte der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, dem «Hamburger Abendblatt» (Donnerstag). Er forderte Sarrazins Entlassung aus dem Bundesbankvorstand und seinen Ausschluss aus der SPD.

Sarrazin, dessen Buch «Deutschland schafft sich ab» am Montag erschienen war, leiste mit seinen Äußerungen keinen Beitrag zur Integration, sondern zur Ausgrenzung, so Kizilkaya. «Ich als Muslim und Bürger dieses Landes fände es unerträglich, wenn SPD und Bundesbank keine Konsequenzen ziehen sollten. Sollten solche Thesen geduldet werden, fürchte ich einen Dammbruch, weil damit Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit toleriert und salonfähig gemacht werden würden», sagte der Islamrats-Vorsitzende.

Er räumte ein, es gebe Probleme bei der Integration, doch würden solche Schwierigkeiten auch ohne Sarrazin angesprochen. Zudem bleibe der frühere Berliner Finanzsenator eine Antwort auf offene Fragen schuldig. «Soll man als Muslim die Religion wechseln? Soll man eine Religionsquote in Deutschland einführen?», fragte Kizilkaya.

Auch der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, bekräftigte seine Forderung nach einer Entlassung Sarrazins. Seine Thesen trügen teilweise rassistische Züge. «Herr Sarrazin hat sich disqualifiziert durch seine Äußerungen, als Bundesbank-Vorstand und als SPD-Mitglied», sagte Wiefelspütz dem Abendblatt. Dem Autor gehe es nicht um eine Lösung von bestehenden Integrationsschwierigkeiten, vielmehr wolle er «seine Ressentiments unters Volk bringen». Selbstverständlich könne Sarrazin sagen, was er will, doch sei er als Mitarbeiter einer wichtigen Bundeseinrichtung zu politischer Zurückhaltung verpflichtet, sagte Wiefelspütz.


Mehr Nachrichten auch auf: 



Schnellübersicht

Heute 09:57 Die Bochumer CDU fordert verkaufsoffene Sonntage mehr
Heute 09:55 Kein zusätzliches Geld für den Bundesfreiwilligendienst mehr
Heute 09:53 Jesuit Becker nimmt doch an Kardinalserhebung teil mehr
09.02.12 14:02 Offiziell Anklage gegen die Adenauer-Stiftung in Kairo erhoben mehr
09.02.12 09:53 Woelki fordert kindergerechte Politik mehr
09.02.12 00:00 Bitterer Blick zurück und hoffnungsvoller nach vorne mehr
08.02.12 07:59 Nikolaus Schneider: "Wirtschaftssysteme müssen dienen" mehr
08.02.12 07:56 Koalition will Riester-Rente verbessern mehr

Das Beste aus der katholischen Erlebniswelt