Berlin (KNA) Margot Käßmann sieht ihre Wahl zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trotz ihrer Scheidung nicht als Tabubruch. Die Synode habe mit dem deutlichen Wahlergebnis klargestellt: «Das Thema Scheidung ist in unserer Kirche besprochen», sagte die Bischöfin der «Bild-Zeitung» (Donnerstag). «Es kann Brüche im Leben der Menschen geben, und trotzdem bleiben sie im Amt.» Auch Scheitern wolle und müsse gelebt werden. Käßmann hatte sich 2007 nach 26 Ehejahren von ihrem Mann scheiden lassen
Zur Wahl Angela Merkels (CDU) zur Bundeskanzlerin am gleichen Tag ihrer Wahl sagte Käßmann, sie habe sich sehr über dieses zeitliche Zusammentreffen gefreut - «zumal Frau Merkel Pastorentochter ist». Die Wirklichkeit der Verfassung, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, sei «längst auch in unserer Kirche angekommen».
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