Bonn (KNA) Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die überarbeiteten Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch begrüßt. Sie machten deutlich, dass «die Opfer an erster Stelle stehen und es keinen falsch verstandenen Schutz der Institution Kirche gibt», erklärte ZdK-Präsident Alois Glück am Dienstag in Bonn. Er sprach von einem «klaren Signal gegen Vertuschung und Verschleierung».
Die neuen Regelungen legten ein für die Opfer, aber auch für die Öffentlichkeit transparentes Verfahren im Umgang mit Missbrauch fest, so Glück. Damit könne verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden. «Gerade die Regelungen zu den Beauftragten und fachkundigen Beratern sowie zum Umgang mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden schaffen einen Raum, der den Opfern den Weg zu kirchlichen Stellen neu öffnet», betonte der ZdK-Präsident. Auch die Regelungen zur Hilfe für die Opfer setzten ein klares Signal dafür, dass sich die Kirche ihrer Verantwortung stellen wolle.
Nach Glücks Worten zeigen die Richtlinien «in aller Klarheit», dass es für Täter keinen Platz in der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gebe.