Brühl (KNA) Erstmals feiern Christen in ganz Deutschland am Freitag gemeinsam einen «Tag der Schöpfung». Der neue Feiertag wird mit einem zentralen ökumenischen Gottesdienst in der griechisch-orthodoxen Kirche in Brühl bei Köln begangen. Den «Tag der Schöpfung» ins Leben gerufen hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die eine Anregung der orthodoxen Mitgliedskirche aufgriff.
Mit dem Tag wollen die Kirchen Gott als Schöpfer loben und an Umweltsünden erinnern, so die ACK. Der neue Feiertag solle ein Zeichen dafür sein, «dass die Ökumene nicht mehr zurückzudrehen ist», betonte der ACK-Vorsitzende, der Braunschweiger evangelische Landesbischof Friedrich Weber. Die Christen müssten gemeinsam Zeugnis für die Umwelt ablegen, sagte der stellvertretende ACK-Vorsitzende, der katholische Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Wenn der Mensch sich und seine Umwelt nicht mehr als Schöpfung sehe, werde das Machbare zur Wahrheit.
Der 1948 gegründeten ACK mit Sitz in Frankfurt gehören 17 Kirchen als Vollmitglieder sowie 7 mit Gast- oder Beobachterstatus an. Sie repräsentieren die meisten der rund 57 Millionen Christen in Deutschland.
Liturgen beim zentralen Gottesdienst am Freitag sind neben Weber und Wiesemann der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland und der Brühler Erzpriester Radu Constantin Miron, der die Predigt hält. Zudem sind dabei der Bischof der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Hans-Jörg Voigt, und die methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner. Die Rede beim anschließenden Festakt hält der ACK-Vorsitzende Weber.