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(ots) Bundestagspräsident Norbert Lammert ist als erster führender CDU-Politiker offen vorsichtig auf Distanz zu dem angeschlagenen Bundespräsidenten Christian Wulff gegangen. "Die wochenlange Auseinandersetzung hat sicherlich nicht nur den Amtsinhaber persönlich strapaziert, sondern leider wohl auch das Amt. Und über diesen Effekt kann niemand glücklich sein", sagt Lammert in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins "stern". Die Situation sei "nicht banal", allerdings auch "keine Staatskrise".
Ebenso vorsichtig nimmt Lammert Wulff jedoch auch in Schutz. Zu dessen Anruf bei "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann sagt er: "Mein Eindruck ist, da ss dahinter eher ein hohes Maß an persönlicher Verletztheit steht, das ich nachvollziehen kann, das aber nicht zu dieser Reaktion hätte führen dürfen." Lammert, der als Favorit für Wulffs Nachfolge gehandelt wird, weist jegliche Ambitionen auf das Amt strikt zurück. Er hätte schon 2009 nicht Bundespräsident werden wollen. "Ich will es auch jetzt nicht, und bin froh dass sich die Frage gar nicht stellt", sagt der CDU-Politiker dem "stern".