Lourdes (KNA) Die französischen Bischöfe haben Papst Benedikt XVI. ihre Unterstützung zugesagt. Sie teilten die klaren Worte des Papstes an die Opfer von Kindesmissbrauch durch Geistliche, heißt es in einem zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung am Freitag in Lourdes veröffentlichten Schreiben an das Kirchenoberhaupt. Zugleich äußern die Bischöfe ihrerseits Scham und Bedauern über «abscheuliche Taten, die von einigen Priestern und Ordensleuten begangen» worden seien. Auch wenn nur eine kleine Zahl von Geistlichen solche Taten begangen habe, werde dadurch die gesamte Priestergemeinschaft angegriffen.
Die Französische Bischofskonferenz habe schon vor zehn Jahren Maßnahmen ergriffen, um Missbrauch zu verhindern. Die Bischöfe versprechen weitere Wachsamkeit. Sie bedauern zugleich, dass die nicht hinnehmbaren Missbrauchsfälle benutzt würden, um den Papst und das Personal der Kirche anzugreifen.
Der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Kardinal Andre Vingt-Trois, erklärte zum Abschluss der Vollversammlung, das Problem des Kindesmissbrauchs treffe die gesamte Gesellschaft und nicht nur die Kirche. Es gebe eine Kampagne, um Papst Benedikt XVI. in den Schmutz zu ziehen. Den Bischöfen sei bewusst, wie entschieden er sowohl als Präfekt der Glaubenskongregation als auch als Kirchenoberhaupt dafür eingetreten sei, Missbrauchsfälle entschieden und transparent zu behandeln.