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Köln (KNA) Auch viele Rettungskräfte der Duisburger Loveparade brauchen nach der Katastrophe intensive psychologische Betreuung. Die Retter seien immer noch «voll mit Emotionen», sagte der Bundeseinsatzleiter der Malteser für die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), Sören Petry, am Mittwoch in Köln. Bereits Samstagnacht habe sich ein Team um die Helfer gekümmert. Für die weitere psychologische Versorgung stünden in den Heimatorten der Betroffenen ausgebildete Kräfte bereit.
Reaktionen wie nächtliche Unruhe, Verspannungen und Zweifel an der Richtigkeit des eigenen Handelns seien jetzt normal, sagte Petry. Diese Phase dauere normalerweise rund 76 Stunden, könne aber auch bis zu drei Wochen andauern. «Unmittelbar nachdem das Aufgewühltsein vorüber ist, setzen erste Reflektionen über das Geschehen ein: 'Was habe ich getan, was konnte ich nicht tun?'» Petry betonte, von den Einsatzkräften werde Distanz zum Erlebten erwartet, «weil ohne Distanz eine professionelle Hilfe unter hohem Druck nicht möglich ist».
Bei der Loveparade am vergangenen Samstag war der Malteser Hilfsdienst nach eigenen Angaben mit mehr als 400 Rettern vor Ort. In Folge der Massenpanik in einem Zugangstunnel starben 21 Menschen, Hunderte wurden verletzt.