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13.07.10 12:00

Opfer-Vertreterin am Runden Tisch «Heimkinder» will Opferrente

 

Berlin (KNA) Eine der Opfer-Vertreterinnen am «Runden Tisch Heimerziehung» fordert eine Opferrente von 300 Euro monatlich. Diese solle nicht auf andere staatliche Leistungen angerechnet werden. «Die heute noch lebenden ehemaligen Heimkinder erwarten eine Entschädigung», sagte Sonja Djurovic der «Berliner Zeitung» (Dienstag). Sie schlägt für die Auszahlung des Geldes eine Fonds-Lösung vor.

Nach Angaben der Zeitung richteten die Opfervertreter am Runden Tisch ihre Forderungen jetzt schriftlich an die Vertreter von Staat, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden. Mit ihrer Linie folgen sie vergleichbaren Fällen wie der Entschädigung für SED-Opfer oder Heimkinder in der ehemaligen DDR. Djurovic beklagte, in der Entschädigungsfrage sei man am Runden Tisch bislang kaum vorangekommen.

Der «Runde Tisch Heimerziehung» hatte Anfang Juli zum ersten Mal über mögliche Entschädigungszahlungen diskutiert. Näheres zu dem Thema wurde allerdings nach der zweitägigen Sitzung in Berlin bislang nicht bekannt.

Der vom Bundestag eingerichtete «Runde Tisch Heimerziehung» hatte sich im Februar 2009 unter Vorsitz der ehemaligen Vizepräsidentin des Parlaments, Antje Vollmer (Grüne), konstituiert. Er soll Vorwürfe aufklären, nach denen bis Ende der 1960er Jahre auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik zahlreiche Kinder in staatlichen und kirchlichen Heimen misshandelt oder ausgebeutet wurden. Das Gremium schließt seine Arbeit im Dezember ab.


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