Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat «häufig unfaire und unbegründete» Angriffe auf die Kirche und ihre Verantwortungsträger beklagt. Die wirksamste Entgegnung sei «eine große Treue zum Wort Gottes, ein entschlosseneres Streben nach Heiligkeit und ein wachsender Einsatz für Nächstenliebe in Wahrheit», zitierte die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» am Donnerstag aus einem Schreiben an die in den USA gegründete Laienorganisation der Kolumbus-Ritter.
Der Papst sei den Rittern «persönlich dankbar» für den Rückhalt in den vergangenen Monaten, hieß es in dem von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Brief. Er fühle sich gestärkt durch «das Zeugnis der Treue zum Stellvertreter Christi in stürmischen Zeiten». Nach einer «Zeit der Reinigung» werde das Licht der Kirche umso heller strahlen.
Zugleich dankte Benedikt XVI. der Organisation für ihre Verteidigung der katholischen Lehre. Dies gelte vor allem in einer Zeit, in der «grundlegende moralische Normen, auf Wahrheit gegründet und in das menschliche Herz eingeschrieben, zunehmend infrage gestellt und bisweilen von der positiven Gesetzgebung umgestürzt» würden, so der Papst.
Die «Knights of Columbus», 1882 als wohltätige Bruderschaft in New Haven/Connecticut gegründet, zählen nach eigenen Angaben heute weltweit 1,7 Millionen Mitglieder. Geleitet wird die Vereinigung von «Supreme Knight» Carl A. Anderson, der auch im Aufsichtsrat der Vatikanbank IOR sitzt.