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17.04.10 21:20

Papst besucht Paulusgrotte auf Malta

 

Valletta (KNA) Papst Benedikt XVI. hat bei seinem Besuch auf Malta am Samstagabend die Paulusgrotte aufgesucht. In Rabat am Rand der Hauptstadt Valletta betete er an der Stelle, wo nach der Tradition der Apostel Paulus vor 1.950 Jahren gestrandet war und drei Monate lange gelebt hatte. Die Erinnerung an dieses Ereignis ist der Anlass für die 14. Auslandsreise des Papstes.

Der Aufenthalt des Völkerapostels Paulus sei ein unvergessliches Ereignis für die Geschichte der Insel, sagte der Papst. Mit seiner Botschaft habe Paulus das Christentum tief verwurzelt und die nationale Identität Maltas geprägt.

Auch heute sei ein christliche Zeugnis angesichts der vielen Bedrohungen gegen die Heiligkeit des Lebens und die Würde von Ehe und Familie notwendig, erläuterte Benedikt XVI. Nach wie vor brauche die Gesellschaft grundlegende moralische Werte. Nur sie bildeten die Grundlage für echte Freiheit und tatsächlichen Fortschritt. Das gleiche Evangelium, das vor 1.950 Jahren der Apostel Paulus auf der Insel predigte, müsse auch heute im Rahmen einer Neuevangelisierung die Menschen zur Umkehr, zu einem neuen Leben und zu einer Zukunft in Hoffnung anhalten.

Nach seiner Ankunft in Rabat betete der Papst zunächst still vor dem Tabernakel in der Kirche. Dann stieg er in die Grotte hinab. Als Geschenk hinterließ er eine silberne Votivlampe.

Paulus sei durch seinen durch einen heftigen Sturm erzwungenen Aufenthalt zum geistigen Vater Maltas geworden, sagte der Papst. Er dankte den rund 250 Missionaren für ihre Arbeit, die an dem Gebetstreffen in der Paulusgrotte teilnahmen. Wie der Völkerapostel Paulus verkündeten und bezeugten sie das Christentum in der Welt.

Rund um die Kirche in Rabat herrschte Volksfeststimmung. Auf dem Vorplatz bereiteten Hunderte Menschen dem Papst einen herzlichen Empfang. Sie jubelten dem Kirchenoberhaupt mit Sprechchören zu und schwenkten Vatikan- und Maltafahnen. Auch eine große bayerische Flagge war zu sehen.


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