Vatikanstadt (KNA) Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt dieses Jahres in der Sommerresidenz Castelgandolfo hat sich Papst Benedikt XVI. mit einem besonderen Gruß an die deutschen Pilger gewandt. Im Anschluss an das Mittagsgebet am Sonntag dankte er für die am gleichen Tag geplanten Solidaritätskundgebungen in seiner Heimat. In Köln und München wollten nach Angaben der Organisatoren jeweils 5.000 Menschen ihre Verbundenheit mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche bekunden.
Der Papst hatte sich am Mittwoch nach Castelgandolfo 20 Kilometer südöstlich von Rom begeben. Dort wird er bis Mitte September bleiben. Bis Ende Juli sind abgesehen von den Mittagsgebeten alle offiziellen Termine ausgesetzt.
In seiner Ansprache erinnerte Benedikt XVI. an seinen Namenspatron, den heiligen Benedikt (um 480 bis 547), dessen Namenstag die Kirche am Sonntag feierte. Der Ordensgründer sei «Vater und Gesetzgeber» des Mönchtums in der westlichen Welt gewesen. Mit Blick auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter bezeichnete der Papst die Liebe zu Gott und zum Nächsten als «Schüssel zu einem geglückten Leben». Dieses Doppelgebot sei keine «abstrakte Theorie», sondern ein «konkreter Auftrag» für jeden Gläubigen.